Kurz vor ACHT : Reine Nervensache

Herbstferien – eine wunderbare Einrichtung! Zwar ist das neue Schuljahr erst sechs Wochen alt, aber die ersten Ermüdungserscheinungen zeigten sich längst. Zum Beispiel bei den neuen Erstklässlern, die sich nur schwer an das frühe Aufstehen gewöhnen können. Oder auch bei den frisch gebackenen Gymnasiasten und Realschülern, die sich in ihrer neuen Umgebung noch zurechtfinden müssen und vielleicht um das Bestehen des Probehalbjahres bangen.

Aber auch Eltern und Lehrer zeigen Nerven. Zum Beispiel an einem Pankower Gymnasium: Hier haben es die armen Siebstklässler mit einer Mathematiklehrerin zu tun, die sich offenbar nicht im Griff hat. Jedenfalls beschimpft sie die verschreckten Neuzugänge aus der Grundschule mit Begriffen wie „Penner“ und schafft es auch sonst nicht, sich zu beherrschen. Das Ergebnis: Die ersten Kinder haben inzwischen Angst vor der neuen Schule, und die Mathematik dürfte ihnen für die nächsten Jahre verleidet sein. Da hilft es den entsetzten Eltern, Kindern und den peinlich berührten Kollegen auch nicht, zu wissen, dass die Lehrerin wohl zu den „Wanderpokalen“ gehört, die keine Schule länger behalten will. Aber mancher fragt sich, warum es hierzulande Menschen gibt, die ihren Arbeitsplatz verlieren, weil sie Buletten, Maultaschen oder Brötchen „gestohlen“ haben, während andere praktisch unkündbar sind, selbst wenn sie ihren Beruf schlecht erledigen und Kindern Angst machen. sve

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