Kurz vor ACHT : Statistik und Gerechtigkeit

Jetzt ist es so weit: Der viel beschworene Doppeljahrgang startet ins Abitur. In wenigen Wochen wird sich zeigen, ob sich die fehlende elfte Klasse negativ auf die Noten auswirkt oder ob die Defizite kompensiert werden konnten. Dann wird jede Schule vergleichen können und ihre eigenen Schlüsse ziehen. Und was hat der einzelne Schüler davon?

Nicht viel, muss man sagen. Dem einzelnen Abiturienten bringt es wenig, wenn er im Nachhinein erfährt, dass es an seiner Schule besonders gut oder besonders schlecht gelungen ist, die beiden unterschiedlichen Jahrgängen gut durch diese schwierige Reformzeit zu steuern. Zumal es auch sein kann, dass es nicht an der äußeren Organisation lag, sondern an der Qualität des einzelne Jahrgangs. Wichtig ist allerdings, dass die Gesamtergebnisse gut ausgewertet werden. Sollte sich nämlich herausstellen, dass die jüngeren Schüler im Durchschnitt schlechter abgeschnitten haben als die älteren Konkurrenten, müsste man überlegen, wie sich dieser Nachteil kompensieren ließe – vielleicht durch ein paar Bonuspunkte. Bayern hat es vorgemacht. sve

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