Kurz vor ACHT : Zuversicht gesucht

Wer vor diesen Herbstferien gedacht hat, dass Eltern, Schüler und Lehrer nun eine Weile durchatmen und den Schulstress hinter sich lassen können, wurde enttäuscht. Besonders die Grundschulfamlien traf es hart. Nach dem Skandal um verdorbenes Essen konnten Eltern schon froh sein, wenn ihr Kind nicht krank in die Ferien startete. Und Familien, die vom Norovirus verschont geblieben waren, waren zumindest verunsichert. So schmierten viele Eltern morgens zusätzliche Brote, bevor sie ihre Kinder mit mulmigem Gefühl in die Horte schickten.

Kaum waren die Kinder wieder auf dem Damm, brach die nächste Hiobsbotschaft über die Grundschulen herein. Eine neue Studie bestätigte, dass die Berliner Viertklässler im bundesweiten Vergleich schlechter lesen, schreiben und rechnen. Angesichts all dieser Nachrichten fällt es wohl auch den zuversichtlichsten Eltern schwer, Vertrauen in das Funktionieren des Berliner Schulsystems zu bewahren. Zu fragen ist jedoch vor allem, was aus dieser Studie folgt – außer Verunsicherung und Unmut. Denn dass das Schulessen viel zu billig ist, um gut zu sein, auch das wurde zuletzt von einer Studie bestätigt, die der Senat selbst in Auftrag gegeben hatte. Konsequenzen daraus zu ziehen, ist aber gar nicht so einfach (Seite 8). svo

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