Schule : Leipzig wird die Durchfahrt nach Osteuropa Bedeutung der Automesse AMI nimmt weiter zu

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Ein Rundgang auf der Leipziger Automesse verrät es noch ein wenig. Die größte Aufmerksamkeit auf der heute eröffneten Auto Mobil International (AMI) 2006 kommt noch aus Osteuropa. Doch Leipzig kämpft erfolgreich gegen das Regionalimage, das die AMI seit 16 Jahren hat. Die Autoshow soll sich einem breiteren Publikum öffnen und hat in diesem Jahr auch gute Chancen dazu. Denn die größere und glamourösere IAA in Frankfurt findet in diesem Jahr nicht statt und die Autohersteller nutzen Leipzig für ihre Deutschlandpremieren. Viele Hersteller wie BWM mit seinem Z4 M Coupé oder Opel mit dem Astra TwinTop zeigen ihre Modelle nach dem Autosalon in Genf erstmals dem deutschen Publikum.

Über 460 Aussteller aus 20 Ländern sind zur AMI gekommen und 50 Automarken präsentieren 100 neue Modelle. Die meisten davon sind bereits in Genf und Detroit der Öffentlichkeit vorgestellt worden und ein Großteil konnte von der Fachpresse bereits getestet werden, doch in Leipzig bekommen nun auch die weniger reiselustigen deutschen Autokunden einen ersten leibhaftigen Eindruck von den zahlreichen Premieren.

Viele Autohersteller haben die AMI gerade als Tor nach Osteuropa beziehungsweise als ein Tor aus dem Osten in den Westen entdeckt. So hat im vergangenen Jahr Chinas Autohersteller Brilliance für Furore gesorgt und eine Limousine gezeigt, die in Deutschland aber nicht Fuß fassen konnte. Dennoch wurde die chinesische Autoindustrie als Konkurrenz erkannt und ist Thema eines Kongresses, der im Messerahmen stattfindet. Auch polnische und tschechische Autobauer kommen nach Leipzig, denn rund zehn Prozent der Besucher kommen von dort.

Ihr Hauptinteresse gilt natürlich den Neuerscheinungen der westlichen Hersteller, die vollzählig vertreten sind. Erstmals in Leipzig ist auch die US-Firma Dodge dabei, die ihr neues europäisches Kompaktmodell Calibra vorstellt. Auch die koreanische Marke SsangYong nutzt Leipzig erstmals als Podium.

Peugeot hat Leipzig sogar gewählt, um den neuen 307 HDI FAP 90 erstmals der Weltöffentlichkeit vorzustellen. Ford nutzt Leipzig ebenfalls für eine Weltpremiere und zeigt mit dem Focus CNG ein Erdgasfahrzeug, das im Herbst in den Handel kommen soll. Das Thema alternative Antriebe ist einer der Schwerpunkte der Messe. Doch werden neben Pkws auch Transporter und Nutzfahrzeuge gezeigt und bis zum 5. April findet auf dem Gelände auch die Amitec statt, eine der wichtigsten Fachmessen für Fahrzeugteile, Werkstatt und Service. iwo

Die AMI auf der Messe Leipzig ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet (Tageskarte 10/erm. 6,50 Euro). Bus Verkehr Berlin bietet bis 9.4. einen täglichen Messe-Shuttle zur AMI (Ankunft 10 Uhr) von Berlin (ab ZOB 8 Uhr) und Potsdam (ab Hauptbahnhof 8:20 Uhr), Preis inkl. Eintrittskarte: 33 Euro, Rückfahrt ab Leipzig um 18 Uhr.

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