Schule : Lösung für Pankower Schulproblem? Eltern und Grüne

wollen Zusatzklassen

Die Pankower Bezirksverordneten von Bündnis 90/Die Grünen fordern vom Bezirksamt, möglichst schnell eine Filiale der überlaufenen Thomas-Mann-Schule zu schaffen. Rund 50 Kinder waren dort per Losverfahren abgelehnt worden. Die Filiale soll nach dem Willen der Grünen zum Schulanfang im Herbst starten – mit einer ersten Klasse in der ehemaligen 10. Grundschule Prenzlauer Berg an der Senefelderstraße.

In dem Gebäude, dem Eliashof, ist zurzeit ein Kinder und Jugendkulturzentrum untergebracht. Insgesamt waren rund 120 Kinder an drei Schulen rund um Helmholtz- und Kollwitzplatz abgewiesen und auf weiter von ihrem Wohnort entfernte Schulen verteilt worden. In der Schule an der Marie und der Kollwitzschule wurde jedoch nach Protesten der Eltern jeweils eine zusätzliche erste Klasse eingerichtet. Das Problem entstand, weil das Schulamt zu spät auf den Kinderboom in dem Ortsteil aufmerksam wurde – aber auch, weil eine Reihe von Eltern aus anderen Einzugsgebieten ihre Kinder unbedingt an den drei besonders beliebten Schulen anmelden wollten und sich deshalb „Scheinadressen“ im Einzugsgebiet besorgten.

Andere Eltern, die zum Beispiel direkt gegenüber der Schule wohnen und trotzdem eine Ablehnung erhielten, fordern nun, dass wie in anderen Bezirken sämtliche Anmeldungen neu geprüft werden.

Axel Strothmann, Vater eines abgewiesenen Kindes, wandte sich in einem offenen Brief an den Bezirksbürgermeister Matthias Köhne (SPD). Die derzeitige „Hinhaltetaktik“ werde sich am Ende „rächen“ – falls nämlich eine Gerichtsentscheidung das Losverfahren für ungültig erklärt. Mehrere Eltern hatten dagegen geklagt. „Dann allerdings wird die Zeit verstrichen sein, eine erträgliche Alternative zu prüfen“, schreibt Strothmann. dma

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