Schule : Luxuscoupé als Sportler

M6 mit exklusivem V10-Motor uneingeschränkt alltagstauglich

-

Von Ingo von Dahlern Er musste einfach kommen – der M6 als das TopModell des 6er Coupés von BMW. Das ist ein Auto, dessen Maße problemlos den Einbau des derzeitigen Spitzentriebwerks der Münchener erlauben – des Fünfliter-Zehnzylinders mit einer Leistung von 373 kW (507 PS) und einem höchsten Drehmoment von 520 Nm, der den M6 zu einem exklusiven Hochleistungs-Sportwagen macht, der in 4,6 Sekunden Tempo 100 erreicht und bei 250 km/h sanft abgeregelt wird.

Diese Maschine, die unbestritten ein Meisterwerk modernen Motorenbaus ist, gehört zu den faszinierendsten Antrieben für Serienautos und treibt bereits den M5 an. Inspiriert vom V10-Triebwerk für die Formel 1 entwickelten die BMW-Ingenieure hier ein Aggregat, das mit seinem Hochdrehzahlkonzept ganz anders ist als alle seine Konkurrenten und mit bis zu 8250/min in einen Drehzahlbereich vorstößt, der bislang nur reinrassigen Rennwagen vorbehalten war.

Es ist schwer vorstellbar, welche Herausforderungen das für die in diesem Motor eingesetzten Materialien bedeutet. Denn bei 8000/min legt jeder Kolben pro Sekunde einen Weg von etwa 20 Meter zurück. Trotzdem muss diese Maschine im Unterschied zu Rennmotoren, die nur ein Rennen durchstehen müssen, ein Autoleben lang halten – also uneingeschränkt alltagstauglich sein.

Kombiniert ist er im M6 mit einem ideal zu seiner Leistungscharakteristik passenden Getriebe – dem weltweit einmaligen Siebengang-SMG-Getriebe. Das ist ein automatisiertes Schaltgetriebe, das im Automatikmodus perfekt für den optimalen Gangwechsel sorgt. Aber wer will, kann es ebenso gut auch mit der Hand schalten – entweder über den Wählhebel oder über Schaltwippen am Lenkrad.

Wo so viel Kraft verfügbar ist, will die auch sicher beherrscht werden. Deshalb setzt BMW beim Fahrwerk des M6 auf eine gegenüber dem Serienfahrwerk optimierte Abstimmung in Kombination mit einer variablen Differenzialsperre, die für hohe Fahrstabilität und optimale Traktion sorgt. Und die zur Serienausstattung gehörende neueste Generation der Fahrdynamikregelung DSC bietet gleich zwei Modi an – den ersten, der auf maximale Fahrsicherheit ausgelegt ist und den Dynamik-Mode für eine betont sportliche Fahrweise. Und da man zum Beispiel in der Stadt nicht die volle Motorleistung braucht, schaltet die Maschine beim Anlassen erst einmal auf das komfortable Leistungsprogramm P400 mit 400 PS. Wer mehr Leistung wünscht, kann mit einem kurzen Druck auf die Power-Taste in der Wählhebelabdeckung die noch schlummernden weiteren PS zum Leben erwecken und das Programm P500 aktivieren.

Auch der M6 ist ein Beispiel für den durch einen raffinierten Mix verschiedener Materialien von Stahl über Aluminium bis zu Hochleistungs-Kunststoffen geprägten intelligenten Leichtbau. So hat der M6 als erstes Serienauto ein extrem stabiles und leichtes Carbondach. Noch lässt BMW allerdings offen, was das alles kostet.

0 Kommentare

Neuester Kommentar