Schule : Mazda RX-8

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Er ist anders als alle anderen. Denn so wie er klingt keiner – kann auch keiner. Denn er ist der einzige, in dessen Motor sich keine Kolben auf und ab bewegen. Seine Maschine surrt wie eine Turbine. Denn sie ist die einzige weltweit, die nach dem von Felix Wankel entwickelten Kreiskolbenprinzip rotiert. Ein Motor, der mit einem Minimum an beweglichen Teilen auf den ersten Blick genial ist. Doch der Teufel steckt im Detail – in Dichtungsproblemen und im Verbrauch.

Dennoch hat Mazda als einer der ersten WankelLizenznehmer nicht aufgegeben, sondern diesen Motor in jahrzehntelanger zielstrebiger Entwicklungsarbeit reif gemacht. Renesis heißt das Ergebnis im Mazda RX-8 – ein Zweikammer-Triebwerk mit 2 x 654 Kubikzentimeter Kammervolumen und 141 kW (192 PS) in der Basis- und 170 kW (231 PS) in der Topversion. Mit 6,4 s für den Spurt auf Tempo 100 und maximal Tempo 235 bringt das viel Fahrfreude, vorausgesetzt man dreht das Triebwerk mutig hoch, auch wenn es dann etwas lauter wird. Dafür hat man dann auch einen flinken Sportler in der Hand, der mit Doppelquerlenker-Vorderachse und Multilenker-Hinterachse eine begeisternde Fahrdynamik liefert – betont sportlich und dennoch ausreichend komfortabel und man ist immer versucht, dank Hinterradantrieb das Auto driften zu lassen.

Zum Fahrspaß kommt die gelungene Linie. Satt und breit liegt der RX-8 mit seinen 18-Zoll-Rädern auf der Straße, ist wohl proportioniert und mit fast barocken Rundungen alles andere als Mainstream. Vier Türen, die hinteren hinten angeschlagen und ohne B-Säule und damit ebenso ungewöhnlich wie der Antrieb, öffnen sich für bis zu vier Passagiere. Und auch noch 290 Liter Gepäck haben Platz. Ein attraktiver Sportwagen zwischen 26 300 und 33 200 Euro mit allen Sicherheitssystemen, umfangreicher Ausstattung, charaktervoller Linie und einen revolutionären Antrieb jenseits aller bekannten Konzepte – technisch und optisch ein Exot, aber dennoch uneingeschränkt alltagstauglich. ivd

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