Schule : Mit voller Kraft auf die Bremse

Die TV-Moderatorin Ulla Kock am Brink setzte sich für ein Fahrsicherheitstraining der Aktion junge Fahrer 2005 selbst ans Steuer

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Aus der anfänglichen Anspannung, die sich in ihrem Gesicht abzeichnete, wurde schnell ein erwartungsvolles Lächeln. Besonders HannahSophie Ziehe merkte man an, wie sie mit jeder Übung immer mutiger und selbstsicherer mit schwierigen Fahrsituationen umging. Die 18-Jährige war am vergangenen Dienstag die jüngste Teilnehmerin der Auftaktveranstaltung der „Aktion junge Fahrer 2005“. Im ADAC-Fahrsicherheitszentrum in Tegel fand im Rahmen der Aktion ein Fahrsicherheitstraining unter dem Motto „Sicherheit live erfahren“ statt. Insgesamt zehn Teilnehmer durften zusammen mit der TV-Moderatorin Ulla Kock am Brink ihr Fahrverhalten in Extremsituationen erproben.

Ulla Kock am Brink ist die Schirmherrin der „Aktion junge Fahrer 2005“ und setzte sich am Dienstag selbst für die Übungen hinters Lenkrad. Sie plädiert grundsätzlich dafür Angst abzubauen und rät: „Viele Eltern denken, dass ein Fahrsicherheitstraining viel Geld kostet und das Kind ja eh jeden Tag auf der Straße übt. Das ist aber nicht so. Etwa 30 Prozent der Verkehrstoten sind aus der Gruppe der 18 bis 25-Jährigen.“ Ihr Fazit lautet deshalb: „Eltern sollten lieber mal in eine wichtige Präventionsmaßnahme investieren anstatt in eine teure Jeans.“

Fahrtrainer Uwe Strobel erklärte den Teilnehmern als erstes, wie wichtig allein die richtige Sitzposition im Auto bei einem Unfall sein kann und wie sie sich generell in Gefahrensituationen verhalten sollten. Anschließend ging es an die praktischen Übungen. Das Programm bestand aus Slalom fahren, Hindernissen ausweichen, sowie Notbremsungen auf nassen und halbseitig nassen Fahrbahnen. Die Teilnehmer wurden in zwei Gruppen aufgeteilt, damit jeder sowohl selbst fahren als auch von außen das Verhalten und die daraus resultierende Reaktion des Autos beobachten und mögliche Fehler entdecken kann. Jeder hat dabei ein Funkgerät im Auto, damit der Trainer persönlich auf jeden Fehler eingehen kann. Uwe Strobel korrigiert, lobt, erklärt wovon Erfolg und Misserfolg abhängen und gibt den jungen Fahrern viele Tipps mit auf den Weg. Zum Schluss durften alle Teilnehmer als Bonus Slalom auf nasser Fahrbahn fahren. Gar nicht so einfach bemerkte Julian Mahlert. „Ich fand es erschreckend, wie viel gerade mal fünf Stundenkilometer mehr an Geschwindigkeit ausmachen“, sagte der 20-jährige.

Am Ende fühlten sich alle Teilnehmer sicherer im Umgang mit Gefahrensituationen und waren sich vor allem über eines einig: Ein Antiblockiersystem (ABS) ist eine tolle Erfindung, die im nächsten Auto nicht fehlen sollte.

Weitere Informationen unter: www.fahrsicherheit.de/linthe

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