Mitte : Schulumzug verärgert Eltern

Das Theodor-Heuss-Gymnasium in Mitte muss voraussichtlich an einen Ort umziehen, gegen den sich Schüler, Eltern und Lehrer mit mehr als 1000 Unterschriften wehren.

Die Schule soll im kommenden Schuljahr freie Räume an der Moses-Mendelssohn-Gemeinschaftsschule in Moabit beziehen, sagte Bezirksschulstadträtin Dagmar Hänisch (SPD) am Mittwochabend während einer Diskussion in der Schulturnhalle. Nach zwischenzeitlichen Fusionsplänen will der Bezirk die Schule zwar eigenständig weiterführen. Ein von den Betroffenen angeregter Umzug ins größere und frei werdende Gebäude der Breitscheid-Hauptschule an der Turmstraße komme aufgrund von Sparzwängen des Bezirks aber nicht in Frage, so Hänisch. Sein bisheriges Domizil an der Böttgerstraße muss das Gymnasium räumen, weil dort das Diesterweg-Gymnasium zur Ganztagsschule ausgebaut wird. In der neuen Unterkunft hat das Heuss-Gymnasium nach Bezirksberechnungen Platz für 300 statt bisher 360 Schüler und muss seine Kurspalette einschränken. Als Oberstufenzentrum, das auch leistungsschwächere Haupt- und Realschüler in drei Jahren zu 80 Prozent erfolgreich zum Abitur führt, ist die Schule berlinweit attraktiv. Die Hälfte der Schüler – viele mit Migrationshintergrund – komme nicht aus Mitte, so Schulleiterin Andrea Beyenbach. Den Bedarf nach diesem speziellen Schulangebot müssten laut Bezirk künftig neben dem Heuss-Gymnasium auch andere Schulen abdecken. wek

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