Schule : Moderne Motoren mit zwei Ventilen

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Außen verändert sich nur wenig bei den runderneuerten Modellen des kompakten Ford Ka, der seiner eigenwilligen Linie auch weiterhin treu bleibt. Allerdings mit einigen Veränderungen im Innenraum, wie einer Instrumententafel mit neuer Optik und einigen neuen Ausstattungsdetails, zu denen der auf Wunsch mit Hilfe eines Schalters abschaltbare Beifahrer-Airbag, das ebenfalls auf Wunsch verfügbare Park-Pilot-System und der Drehzahlmesser bei den Versionen Futura und Royal gehören, wobei letztere auch neue 14-Zoll-Leichtmetallräder im Fünf-Speichen-Design hat. Und als neue Ausstattungsvariante tritt der Ka Finesse an.

Die wichtigste Änderung bei Ka hat Ford allerdings unter der Motorhaube seines so erfolgreichen Kompaktmodells vorgenommen. Denn das erhält nun einen neu entwickelten 1,3-Liter-Duratec-Motor, der mit Zweiventiltechnik ausgestattet ist und zeigt, dass auch diese Bauweise in der hier verwirklichten „intelligenten Einfachheit“ neben den Vierventilern durchaus eine Chance hat. Der neue 1,4-Liter-Vierzylinder ist ein sehr moderner Motor mit einer hohl gebohrten obenliegenden Nockenwelle, der auf betont lange Lebensdauer und höchste Wirtschaftlichkeit ausgelegt ist, zu der auch beständig niedrige Verbrauchswerte gehören.

Reibungsarme Ventilsteuerung

Erreicht wurden diese Vorgaben unter anderem durch eine besonders reibungsarme Ventilsteuerung, die sowohl auf neue Techniken wie Exzenterrollen und Rollenschlepphebel als auch neue Werkstoffe setzt, die verbesserte Oberflächeneigenschaften und geringeren Verschleiß bringen. Dazu gehören unter anderem auch besonders reibungsarme Kolbenringe in Kombination mit Leichtlaufölen. So präsentiert sich der neue in zwei Leistungsstufen angebotene 1,3-Liter-Motor mit seiner sequenziellen Mehrpunkt-Einspritzung als besonders leises und kultiviertes Triebwerk, bei dem während seiner gesamten Lebensdauer weder die Ventile noch der Zahnriemen nachjustiert werden müssen, das zuverlässig die Abgasnorm EU4 erfüllt und zudem auch sparsam mit dem Kraftstoff umgeht. Und zu den Charaktereigenschaften dieses Motors gehört ein hohes Drehmoment, das bereits bei niedrigen Drehzahlen verfügbar ist, was neben gutem Durchzugsvermögen natürlich auch für große Elastizität sorgt.

44 und 51 kW (60 und 70 PS) leisten die beiden Versionen des neuen Motors, dessen höchstes Drehmoment 99 Nm bei 2500/min beziehungsweise 106 Nm bei 3000/min misst, von dem zwischen 1500 und 4500/min bereits 90 Prozent verfügbar sind – und das bedeutet Kraft in praktisch allen Drehzahlbereichen. 15,4 Sekunden braucht der bis zu 154 km/h schnelle Ka mit der schwächeren Motorversion für den Spurt auf Tempo 100 und 13,7 Sekunden mit der stärkeren Version, die bis zu 167 km/h erlaubt. Der Verbrauch liegt mit beiden Motorvarianten in Verbindung mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe bei 5,9 l/100 km – für einen Kleinwagen, also durchaus interessante Werte.

Sehr viel flotter präsentiert sich der Streetka, der einen ebenfalls neu entwickelten 1,6-Liter-Vierzylinder mit Zweiventiltechnik unter der Haube hat, der eine Leistung von 70 kW (95 PS) erreicht und nach den gleichen Prinzipien entwickelt wurde, die für die 1,3-Liter-Motoren gelten. Sein höchstes Drehmoment liegt bei 135 Nm bei 4250/min, von denen nahezu 90 Prozent bereits bei 1500/min verfügbar sind. So reichem dem flotten Roadster 12,1 Sekunden für den Spurt auf Tempo 100 und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 173 km/h, während der Durchschnittsverbrauch bei 7,9 l/100 km liegt. Und auch dieses Triebwerk erfüllt die Abgasnorm EU4.

Auch im Sportka eingesetzt

Mit diesem Triebwerk wird schließlich auch der Sportka an den Start gehen, der noch konsequenter als der Streetka auf Sportlichkeit ausgelegt wurde und darauf, Fahrfreude zu bereiten. So wurde die vom Streetka übernommene Fahrwerksabstimmung in dieser Richtung optimiert. An die vorderen Antriebsräder gelangt die Kraft des 1,6-Liter-Triebwerks über ein besonders eng gestuftes Schaltgetriebe mit sehr kurzen Schaltwegen. Und für guten Straßenkontakt des tiefer gelegten Sportlers sorgen auch die 16-Zoll-Leichtmetallräder mit ihren Niederquerschnittsreifen. Schließlich trägt der Sportka auf seiner Heckklappe, die in die hinteren Stoßfänger mit den Rückleuchten und der mittig positionierten Rückfahrleuchte übergeht, einen Heckspoiler, der die aerodynamishen Qualitäten des kleinen Sportlers optimiert. Und wie die sportlichen ST-Modelle von Ford, so wird es den Sportka auch in der Farbe Racing Blue geben. ivd

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