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„Schüler bewerten Lehrer“ startet

Lehrer werden nun bald dazu verpflichtet, ihren Unterricht von Schülern in einem Online-Evaluationsportal bewerten zu lassen. Das dafür notwendige Beteiligungs- und Anhörungsverfahren, bei dem unter anderem der Landesschulbeirat einbezogen werden musste, sei „in Kürze“ abgeschlossen, teilte die Senatsbildungsverwaltung auf Anfrage mit. Bei den Lehrern regt sich unterdessen Widerstand. Der Bezirkslehrerausschuss in Tempelhof-Schöneberg kritisierte jetzt, dass die Personalvertretungen nicht einbezogen worden seien. Die Bildungsverwaltung verfolge offenbar das Ziel, „den Lehrern wieder einmal die Schuld für Probleme an den Schulen in die Schuhe zu schieben“. Der Vorsitzende der GEW-Schulleitervereinigung Paul Schuknecht ist anderer Meinung: Die Selbstevaluation sei „gut und nicht diskriminierend“. Die Befragung der Schüler gehört zum Qualitätspaket von Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD). sve

Präventionsprojekt gegen Mobbing

Die Senatsbildungsverwaltung und die Techniker Krankenkasse haben das Präventionsprojekt „Mobbingfreie Schule – gemeinsam Klasse sein“ ins Leben gerufen. Ziel ist, Mobbing frühzeitig zu erkennen, Maßnahmen dagegen zu ergreifen und psychische und gesundheitliche Folgen von Mobbing zu verhindern, so die Bildungsverwaltung. Schüler der 5. bis 7. Klasse sollen etwa im Rahmen von Projekttagen lernen, wann eine Situation als Mobbing einzustufen ist. In zwei ganztägigen Fortbildungstagen, die alle Schulen in Anspruch nehmen können, werden jeweils zwei Lehrkräfte geschult. Den teilnehmenden Schulen werden Anti-Mobbing-Koffer zur Verfügung gestellt, in denen Materialien für den Unterricht und für Elternveranstaltungen sowie Hinweise und Tipps zur Umsetzung des Projekts enthalten sind. pth

Volksbank fördert Schulprojekte

Zehn Berliner und Brandenburger Schulen sind die Gewinner des Wettbewerbs „Zaster Master“ der Berliner Volksbank. Der Wettbewerb zeichnet Schulen aus, die mit Projekten Themen von gesellschaftspolitischer Relevanz aufgreifen. Gewinner sind unter anderem die Spandauer Carlo Schmid Oberschule, deren neunter Jahrgang die Schülerfirma „Carlos Green Papershop“ auf die Beine stellte, einen selbstgestalteten und ökologischen Schreibwarenladen. Die Wilmersdorfer Nelson Mandela Schule etwa wird für ihr Theaterprojekt „Überleben im Versteck“ ausgezeichnet, bei dem Schüler mit Jüdischen Zeitzeugen ins Gespräch kamen. Alle Gewinnerschulen bekommen ein Preisgeld von je 10 000 Euro, außerdem eine Förderung im Bereich „Finanzielle Bildung“, bei der etwa Unternehmer über ihren Werdegang berichten. pth

Tage der offenen Tür

Jüdische Oberschule (Gymnasium ab Klasse fünf und sieben), 20. November, 11-15 Uhr, Große Hamburger Straße 27, Mitte; Romain-Rolland-Gymnasium, 19. November, 10 Uhr, Info-Veranstaltung zum grundständigen bilingualen Zug, Place Molière 4, Wittenau. pth

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