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BMW, MADE IN OXFORD

Der Mini, wie er von BMW seit 2001 gebaut wird, ist ein Riesenerfolg, mit dem weder Branchenkenner noch die Entscheider in Bayern gerechnet hatten. Jahr für Jahr wurden die Produktionserwartungen übertroffen; 2005 wurden erstmals mehr als 200 000 Einheiten gebaut. Um der Nachfrage Herr zu werden, hat BMW zur Einführung des neuen Mini jetzt fast 300 Millionen Euro in seine drei britischen Werke in Oxford (Endmontage), Swindon (Pressewerk) und Hams Hall (Motorenbau) investiert; damit können dort zukünftig bis zu 240 000 Mini vom Band rollen. 6300 Mitarbeiter sind an den Standorten beschäftigt, die Zahl soll auf 6800 steigen. Stolz ist BMW auf ein neues Lackierverfahren, bei dem Korrisionsschutz und Grundierung nicht mehr getrennt, sondern zusammen mit der ersten Lackschicht aufgetragen werden. Das spart Material, Energie und Zeit.

BMW, VERY FLEXIBLE

In Oxford setzt der Hersteller auf eine neue Form der Karosseriemontage – mit 429 Fertigungsrobotern und einem Automatisierungsgrad von 95 Prozent sind Änderungen in der Fahrzeugkonfiguration noch bis sechs Tage vor Montagebeginn jedes einzelnen Exemplars möglich. Dass Kunden von dieser Möglichkeit Gebrauch machen werden, ist nicht unwahrscheinlich: Allein fürs Fahrzeugäußere gibt es mehr als 300 Varianten – angefangen bei die Frage, ob die ausgewählte Lieblingsfarbe besser zu einem weißen oder einem schwarzen Dach des Mini passt. Auch für den Innenraum ist das Was-mit-Wem kein leichtes Unterfangen: Hier gibt es 370 Wahlmöglichkeiten – viel Arbeit also auch für die Zulieferer von Sitzen, Cockpitmodulen und Türeinlagen. In der „BMW-Region“ haben sich Firmen mit mehr als tausend Beschäftigten angesiedelt. eric

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