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WIE ALLES BEGANN

Alec Issigonos arbeitete als Fahrzeugentwickler bei der britsichen Marke Morris. Dort feilte er an seiner Idee eines Viersitzers, der kompakt, geräumig und agil sein sollte. Erstmals kombinierte er einen vorn quer eingebauter Motor – vier Zylinder, 848 Kubikzentimeter Hubraum, 34 PS – mit Frontantrieb. Im August 1959 wurde der Mini von der British Motor Corporation (BMC) präsentiert und zehn Jahre lang unter den Marken Austin und Morris verkauft, jeweils für gut 496 Pfund.

DIE VIELFALT DER FAMILIE

Erst 1969 entstand nach dem Zusammenschluss von BMC und Leyland die Marke Mini. In der Zwischenzeit waren zahlreiche Modellvarianten auf den Markt gebracht worden: Eine Van-Ausgabe im Januar 1960, im September des selben Jahres die Kombi-Versionen Traveller und Countryman. Im Januar 1961 staunte man über einen Pick-up, 1964 debütierte die Gelände-Variante Mini Moke. Zuvor hatte BMC mit dem Riley Elf und dem Wolseley Hornet sogar zwei Stufenhecklimousinen auf Basis des Mini ins Programm genommen. Moke und Limousinen wurden allerdings nur bis 1969 gebaut; Kombi, Van und Pick-up-Modelle wurden immerhin bis zum Jahre 1982 angeboten.

DER SPORTLICHE RUHM

Beflügelt wurde die Popularität des Mini auch von den sportlichen Erfolgen. John Cooper, einer der weltweit führenden Rennwagenkonstrukteure, erkannte früh das sportliche Potenzial des neuen Kleinwagens – so entstand noch im Premierenjahr der erste Mini Cooper. Schon lange zuvor hatte Cooper immer wieder mit Alec Issigonis zu tun – und war von Beginn an in dessen Pläne eingeweiht. Im Mini sah er die ideale Basis für einen Sportwagen, der dem Lotus Elite Paroli bieten könnte. Er sollte Recht behalten: In ganz Europa fuhren Privatfahrer schon wenig später von Klassensieg zu Klassensieg. 1961 begann die Produktion des Mini Copper mit 997 Kubikzentimetern und 55 PS. MONTE CARLO UND MEHR

1964 fuhr sich ein Werksteam von Mini in die Schlagzeilen. Sechs Wagen traten im offiziellen Auftrag zur Rallye Mote Carlo an. Sie stellten sich einer übermächtigen Konkurrenz von Fahrzeugen, die teilweise mehr als die doppelte Motorleistung aufweisen konnten. Der Ire Paddy Hopkirk im Cooper S schaffte die Sensation und siegte. Ein Jahr später wiederholte der Finne Timo Mäkinen den Erfolg, 1967 errang Rauno Aaltonen den dritten Sieg der Marke in Monaco. Trotz guter Ergebnisse zog man Ende der 60er-Jahre die Cooper aus dem Rallyesport zurück – geänderte Regeln bevorteilten klar hubraumstärkere Fahrzeuge. 1970 führte der letzte Werkseinsatz nach Australien.

DER LETZTE MINI CLASSIC

Aufgrund der wachsenden Anforderungen an die Abgasqualität endete 1992 die Produktion der Einliter-Maschine mit Vergaser, danach wurden Mini Classic und Cooper nur noch mit der 1275er-Maschine und Einspritzung ausgerüstet. Ab 1993, bereits unter Rover-Flagge, gab es auch eine offizielle Cabrio-Version. Im Jahr 2000 endete schließlich die Produktion des klassischen Mini Classic – mit einer Verkaufszahl von mehr als 5,3 Millionen Exemplaren. 2001 kamen dann die Mini der Neuzeit heraus – entwickelt unter Führung von BMW. Die Bayern hatten zwar mit der Übernahme von Rover kein Glück, sicherten sich aber für immer die Rechte an der Marke Mini. Tsp

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