Schule : Navigieren – aber mit Verstand

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Neue Ziele ansteuern mit Navigation statt der altbewährten Straßenkarte – das setzt sich immer mehr durch. Wer dieses Jahr erstmals mit dieser neuen Technik auf Tour geht, sollte allerdings darauf achten, dass er durch sein Navigationsgerät nicht mehr abgelenkt als unterstützt wird. Deshalb empfiehlt es sich, Navigationsgeräte mit Sprachausgabe zu benutzen, da man sonst den Blick zu oft auf die Anzeigen des Geräts lenken muss. Zudem sollte man bekannte Ziele vor dem Start eingeben und nicht während der Fahrt. Und wenn kein Beifahrer an Bord ist,sollte man lieber anhalten, wenn man Eingaben machen muss.

Alle Angaben des Systems sind, auch wenn das ein wenig banal klingt, stets nur Empfehlungen und keinesfalls Kommandos, die blindlings ausgeführt werden sollen – wie in jenem spektakulären Fall, in dem ein Autofahrer nahe Berlin in die Havel fuhr, weil sein Navigationsgerät ihn aufforderte, nach links abzubiegen.Vor jedem Kommando muss man als Fahrer prüfen, ob die Empfehlung des Navigationsgeräts auch sinnvoll und erlaubt ist. Und da die Software kurzzeitige Sperrungen, Baustellen und ganz neue Straßenführungen nicht kennt, kann manches Kommando kommen, das man nicht befolgen darf.

Die Verantwortung dafür, wo er hinfährt, behält der Fahrzeuglenker, der auch auf Gegenverkehr, Tempolimits, Überholverbote oder komplizierte Autobahnausfahrten achten muss. Noch eine Empfehlung zum Schluss. Auch wenn das Auto mit einem Navigationsgerät ausgestattet ist, sind Straßenkarten längst kein Ballast. Denn bei Baustellen, Lücken im Programm bei Ausweichrouten über kleine Nebenstraßen oder Systemausfall wird mancher dankbar sein, wenn er sich mit ihrer Hilfe orientieren kann. ivd

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