Schule : Neue Linie und auch ein Diesel

NAME

Kompakte Minivans gehören schon seit Jahren zu den besonders beliebten Fahrzeugen vor allem bei jungen Familien, die viel und variablen Platz bei kompakten Außenabmessungen ihres Autos brauchen und Menschen, die für Sport und Freizeit variablen Laderaum benötigen. Besonders begehrt sind natürlich Modelle, für die man nicht zu tief in die Tasche greifen muss, da neben dem Auto auch noch viele andere Dinge bezahlt werden wollen. Zu denen gehört seit rund zwei Jahren der koreanische Kia Carens – neben dem 4,93 Meter langen und erst im letzten Jahr überarbeiteten großen Carnival mit 4,49 Meter die kompakte Alternative im Kia-Programm, in dem es auch noch den etwas längeren Joice gibt, der aber ausläuft.

Der Carens gehört zu den etwas größeren Kompakten, denn er ist länger als der Renault Scénic (4,13 Meter), der Citroën Picasso (4,28 Meter) und der Opel Zafira (4,32 Meter) und liegt so zwischen diesen Modellen und dem VW Sharan und Ford Galaxy mit 4,62 Meter. Allerdings hat er mit nur 2,56 Meter auch den kürzesten Radstand, denn bei allen genannten Konkurenten haben die Achsen einen größeren Abstand, wobei der Picasso unter den kleinere Kompakten mit 2,76 Meter einen besonders großen Radstand hat.

Für den Carens bedeutete der kurze Radstand relativ lange Überhänge und die bisherige Karosserie zeigte sich denn in ihrer Linie nicht so ganz überzeugend. Doch das ist nun vorbei. Denn in diesen Tagen hat Kia eine neue Version auf den Markt gebracht, die zwar offiziell als Facelift gilt, tatsächlich aber sehr viel mehr ist. Denn angesichts 15 neuer Karosserie-Außenteile präsentiert sich der Carens praktisch als neues Auto. Dessen neuer Grill mit den hoch platzierten Hauptscheinwerfern mit Klarglas-Technik unterstreicht die Familienähnlichkeit mit dem Carnival. Und auch die Silhouette ist nun sehr viel harmonischer. Zudem steht der Carens mit neu gestalteten Rückleuchten und niedrigerer Laekante nun auf 15 statt 14 Zoll messenden Rädern.

Neu ist aber nicht nur die Optik, sondern auch das Interieur des Fünfsitzers. So erhielt der Carens einen völlig neu gestalteten zweifarbigen Instrumententräger mit einer schildförmigen Mittelkonsole, der nicht nur durch seine klare Gliederung und Form gefällt. Denn mit dem neuen Interieur setzt Kia nun auch auf höhere Qualität bei den innen verarbeiteten Werkstoffe – kurzum, der oftmals störende Billigplastiklook des bisherigen Modells mit vielen schlicht wirkenden grauen Oberflächen ist überwunden, so dass man sich im neuen mehr komfortorientierten Ambiente bedeutend wohler fühlt. Das gilt insbesondere auch für die Aluminium-Optik vorn bei den EX-Versionen. Und für mehr Flexibilität innen sorgen die asymmetrisch geteilten Sitze in der zweiten Reihe, die nun so umgelegt werden können, dass sich eine ebene Ladefläche mit einer Länge von 1,58 Meter ergibt. Maximal fasst der Stauraum des Carens 1632 Liter.

Unter der Motorhaube präsentiert sich ein neues Motorenprogramm. Zu dem gehört erstmals auch ein moderner direkt einspritzender Turbodiesel mit Common Rail. Dieser Zweiliter mit einer Leistung von 83 kW (113 PS) liefert bei 2000/min ein höchstes Drehmonent von 245 Nm. Den Carens macht der neue Selbstzünder bis zu 172 km/h schnell und erlaubt den Spurt auf Tempo 100 binnen 13,5 Sekunden. Der Durchschnittsverbrauch des nach EU3 zertifizierten Selbstzünders liegt bei 7,0 l/100 km. Bei ersten Probekilometern zeigte sich der Carens 2.0 CRDi mit diesem Motor erfreulich agil und nicht zu laut.

Alternativ zum Diesel gibt es zwei Benziner. Der bisher 81 kW (110 PS) leistende 1,8-Liter bringt es nun auf 93 kW (126 PS), die für 177 km/h und 12,0 Sekunden für den Spurt auf Tempo 100 bei einem Durchschnittsverbrauch von 8,1 l/100 km gut sind. Wem das zu flott ist, der kann sich für das neu eingeführte Einstiegstriebwerk entscheiden – den bereits im Shuma eingesetzten 1,6-Liter mit 77 kW (100 PS), der den Spurt auf Tempo 100 binnen 13,5 Sekunden und maximal 170 km/h erlaubt und durchscnittlich 8,2 l/100 km verbraucht. Beide Benziner erfüllen die Abgasnorm EU3/D4. Der kleinere ist nur mit Fünfgang-Schaltgetriebe erhältlich, während der stärkere Benziner und der Turbodiesel wahlweise auch mit einer Viergang-Automatik kombiniert werden können.

Das Carens-Fahrwerk mit seinen vier einzeln aufgehängten Rädern, Federbeinen vorn und hinten ist komfortabel aber auch ausreichend straff abgestimmt, um auch bei zügiger Kurvenfahrt den Fahrzeuglenker nicht vor große Probleme zu stellen. So ist der Carens rundum gutmütig. Gebremst wird mit vier Scheibenbremsen und unterstützt durch ein ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung. Für die EX-Ausstattung gibt es auch eine Traktionskontrolle und die Servolenkung vermittelt einen ordentlichen Fahrbahnkontakt.

Die Ausstattung des Carens ist wie bisher schon bereits beim Basismodell LX reichhaltig und schließt unter anderem Klimaanlage, elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung und Dachreling ein. Die komfortablere EX-Ausstattung enthält auch eine Klimaautomatik, einen Regensensor und beheizbare Außenspiegel. Zur Sicherheitsausstattung zählen neben zwei Frontairbags auch Seitenairbags, Dreipunktgurte auf allen Plätzen und Gurtsraffer und Gurtkraftbegrenzer vorn.

Die Preise beginnen bei 14 320 Euro für den 1.6 16v LX. Der 1.8 16v kostet als LX 14 840 und als EX 15 990 Euro und der 2.0 CRDi als LX 16 440 und als EX 17 590 Euro – rundum also eine Menge Auto fürs Geld. ivd

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben