Schule : Nicht ohne Freisprech-Technik

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Erst wurde es verboten, dann mit Strafe belegt und dann die Strafen erhöht – das Telefonieren mit dem Mobiltelefon im Auto ohne Freisprecheinrichtung. Aber wie das nun einmal so ist mit Bestimmungen, die nur schwer und nicht zuverlässig kontrollierbar sind: sie werden nicht beachtet und permanent übertreten. Und wenn sie dann auch noch unsinnig sind wie die deutsche Vorschrift, dass es nicht etwa reicht, anzuhalten, sondern dass man beim Telefonieren mit dem Handy auch den Motor abstellen muss, nehmen selbst vernünftige Autofahrer solche Vorschriften nicht an. So wird weiter munter mit dem Handy am Steuer telefoniert und die Aufmerksamkeit zusätzlich noch dadurch eingeschränkt, dass man auch noch aufpasst, ob nicht doch irgendwo ein Polizist zuschaut.

Passiert das und werden Autofahrer angehalten, dann müssen sich Polizisten die tollsten Geschichten anhören. Aber die Ausreden werden knapp, wenn man im Ausland angehalten wird, die Sprache dort nicht beherrscht und weder etwas erklären geschweige denn sich rechtfertigen kann. Da bleibt dann in aller Regel keine andere Wahl, als – je nach Reiseland tief oder ganz tief – in die Reisekasse zu greifen und zu zahlen. Und das kann die Urlaubsfreude dann doch ganz nachhaltig mindern.

Diese Gefahr vor Augen entschließt sich vielleicht doch der eine oder andere, noch vor Reiseantritt die fürs Telefonieren mit dem Handy im Auto unentbehrliche Technik anzuschaffen. Für alle BluetoothHandys etwa die neuesten Anlagen der französischen Firma Parrot oder anderer Anbieter oder, als Minimalausstattung, wenigstens ein Headset. Und für die Fahrzeughersteller, die unsere Auto heute mit so viel Komfortausstattung und Elektronik versehen, sollte es angesichts der weiten Verbreitung von Mobiltelefonen langsam selbstverständlich sein, dass vernünftige Freisprech-Technik Serienausstattung wird. ivd

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