Schule : Noch eine Spur dynamischer

Schon im November tritt die zweite Generation des Ford Focus bei uns an

Ingo von Dahlern

1998 trat er mit seiner ersten Generation an – der kompakte Ford Focus, der zum einen durch sein mutiges Design gefiel und zum anderen durch seine überzeugenden Fahreigenschaften. Und im Lauf der Jahre zeigte sich dann immer deutlicher, dass Ford mit diesem Auto auch ein hohes Qualitätsniveau erreicht hatte. Kein Wunder, dass der Focus sich zu einem Erfolgsmodell entwickelte, das inzwischen weltweit in mehr als vier Millionen Exemplaren von den Fertigungsbändern gerollt ist.

Doch nach sechs Jahren wird es so langsam Zeit für einen Modellwechsel. Das umso dringender, als bereits ein Mitglied der zweiten Focus-Generation auf dem Markt ist – der Focus C-Max nämlich. Und der steht nicht allein. Denn wesentliche Konstruktionsmerkmale teilt der sich mit dem erst jüngst eingeführten Volvo S40/V50 sowie dem Mazda3, die beide durch ihre hohe Dynamik überzeugen. Denn auch bei Ford gibt es so etwas wie eine Plattformstrategie. Aber die wirkt ganz im Stillen, so dass die Identität und Individualität der einzelnen Marken des Konzerns nie in Frage gestellt wird.

Inzwischen hat der Focus C-Max wirkungsvoll beweisen können, welche hohen dynamischen Qualitäten in seinem Fahrwerk stecken. Nun wird es Zeit, die hier eingesetzten modernen Technologien auch für die übrigen Mitglieder der Focus-Familie nutzbar zu machen. Und das wird noch in diesem Jahr Realität. Bereits im November wird die neue und damit zweite Focus-Generation antreten.

Das tut sie, in allen wichtigen Dimensionen rundum ein wenig gewachsen, in der inzwischen bekannten Ford-Optik, wobei das typische Markengesicht so tief positioniert ist, wie bislang bei keinem Modell von Ford. Und die sanft zum Heck ansteigende dynamische Seitenlinie prägt die typische neue Focus-Silhouette. Als Drei- und Fünftürer und auch als Turnier tritt der neue Focus an, wobei der Dreitürer viele coupéhafte Elemente zeigt, ohne dass es für die Fondpassagiere zu spürbaren Einschränkungen der Kopffreiheit kommt. Und sportliche Züge bei der Linie seines Hecks zeigt auch der neue Focus Turnier. Neben diese drei Karosserien tritt 2005 dann noch eine elegante Stufenheckversion

Sportlichkeit ist aber nicht nur prägendes Element des Designs beim neuen Focus, sondern auch charakteristisch für das Fahrverhalten der neuen Generation, die die bereits sehr dynamische erste Generation hier noch klar übertreffen soll. Denn das bewährte Fahrwerkskonzept wurde konsequent weiterentwickelt, der schon hohe Fahrkomfort der ersten Generation des Focus optimiert.

Der um 25 Millimeter länger gewordene Radstand hat in Verbindung mit der sogar um 40 Millimeter breiter gewordenen Spur messbar dazu beigetragen, dass es im Focus nun noch mehr Platz gibt, dieses Auto trotz seiner weiterhin kompakten Abmessungen ein vollwertiges Familienauto ist, mit dem man problemlos auch auf Fernfahrt gehen kann.

Dafür bieten sich insgesamt sechs Motoren an, vier Benziner und zwei moderne direkt einspritzende Turbodiesel. Neu bei den Benzinern ist der neben den 1,4-Liter mit 59 kW (80 PS), den 1,6-Liter mit 74 kW (100 PS) und den 2,0-Liter mit 107 kW (145 PS) tretende neue 1,6-Liter mit verstellbaren doppelten Nockenwellen und einer Leistung von 85 kW (115 PS), der trotz mehr Drehmoment um fünf Prozent sparsamer geworden ist. Als besonders sparsame Triebwerke empfehlen sich die beiden modernen direkt einspritzenden Turbodiesel, die bereits im Focus C-Max eine ausgesprochen gute Figur machen. Der 1,6-Liter leistet 80 kW (109 PS) und der 2,0-Liter 100 kW (136 PS). Er wird mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe kombiniert. und beide sind auch mit einem Rußpartikelfilter lieferbar, mit dem sie die Abgasnorm EU4 erfüllen Und für den 1,6-Liter-Turbodiesel gibt es wahlweise auch das neue gemeinsam mit ZF entwickelte stufenlose CVT-Getriebe (Continuously Variable Transmission), bei dem man auch sieben vorprogrammierte Gangstufen per Hand ansteuern kann.

Neu entwickelte Autos, wie die zweite Generation des Ford Focus, erlauben es auch immer wieder, sie mit neuen intelligenten Techniken auszustatten. Dazu gehören bei der neuen Generation des Focus zum Beispiel das KeyFreeSystem, also der schlüssellose Zugang zum Fahrzeug, die Solar reflect-Frontscheibe, die gegenüber normalem getönten Glas einen fünf Mal höheren Schutz vor Sonneneinstrahlung bietet, die adaptiv mitlenkdenden Scheinwerfer, deren Lichtkegel dem Lenkeinschlag folgen und Kurven ausleuchten, eine Bluetooth-Schnittstelle für Mobiltelefone und Datenübertragung, die Sprachsteuerung für Mobiltelefon, Audio-Systeme, Navigation und Klimaanlage und eine MP3-kompatible Audio-Anlage mit DVD-gestützter Spielekonsole und einem in den Dachhimmel integrierten Bildschirm.

Komplett ist die Sicherheitsausstattung des neuen Focus mit Front-, Seiten- und Kopf/Schulterairbags, Dreipunktgurten rundum und Isofix-Kindersitzbefestigungen und erstmals gibt es auf Wunsch auch individuell einstellbare Pedale.

Nur noch einmal jährlich oder alle 20 000 Kilometer muss der neue Focus zum Werkstattservice. Und dank niedriger Reparaturkosten wurden die Drei- und Fünftürer mit 1,6-l-Benziner in die Vollkaskoklasse 12 eingestuft. Das senkt die fixen Kosten.

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