Schule : Noch sportlicher

Das Facelift und neue technische Raffinessen sind dem Alfa 156 gut bekommen

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Er gehört zu den besonders schönen Autos – der Alfa 156, der seit Ende Oktober 1997 auf dem deutschen Markt angeboten wird und maßgeblich zum Wiederaufstieg der Marke beitrug. Wird eine so gelungene Optik wie die des Alfa 156 verändert, besteht die Gefahr, dass das Ergebnis enttäuscht. Doch beim Alfa 156, von dem bis heute rund 540 000 Exemplare verkauft werden konnten, ist diese Sorge unbegründet. Denn mit dem soeben vorgenommenen Facelift ist dieses Auto noch schöner geworden – und zugleich noch typischer für diese sportlich orientierte Marke.

Denn dem markeneigenen Centro Style gelang es gemeinsam mit Giorgetto Giugiaros Designschmiede Italdesign, die Optik des 156 noch markanter und dynamischer zu gestalten. Zentrales Element der neu gestalteten Front ist dabei der merklich größer gewordene Grill mit Anklang an die Front des Alfa 147, der zwischen den neuen Scheinwerfern mit verchromten Ringelementen oberhalb des großen Lufteinlasses im ganz neu gestalteten Stoßfänger sitzt. Marginal sind demgegenüber die Änderungen im Heckbereich, die sich auf eine neue Zeichnung der Rückleuchten und ein in Position und Größe leicht verändertes Logo beschränken.

Aber nicht nur die äußere Optik des Alfa 156 und seiner KombiVariante Sportwagon wurde verändert. Auch innen gibt es Neues – eine komplett überarbeitete Armaturenblende. Und mit Einführung des neuen Modelljahrgangs gibt es die in ihrer Oberfläche sehr edlen Armaturen neben der durchgehend schwarzen Blende auch in drei Zweifarben-Kombinationen (Schwarz / Beige, Schwarz / Grau und Dunkelgrau / Hellgrau). Für die Sitze und Seitenverkleidungen wird edles und strapazierfähiges Leder angeboten, das auf die Farbe des jeweiligen unteren Armaturen-Trimms abgestimmt ist. Als Alternative zum Leder bietet Alfa die hautsympathische atmungsaktive Mikrofaser Alfatex an.

Die neue Mittelkonsole gibt sich technisch sehr anspruchsvoll. Denn in ihrem oberen Bereich versorgt ein innovatives Multifunktionsdisplay den Fahrer mit wichtigen Zusatzinformationen. Darunter ist die Audioanlage positioniert – je nach Ausstattung mit CC- oder CD-Player. Ebenfalls in Fahrzeugmitte findet man die Bedienungselemente der manuellen Klimaanlage oder auch Klimaautomatik. Und für die Sicherheit sorgen bei allen Varianten sechs Airbags einschließlich Kopfairbags sowie Isofix-Kindersitzbefestigungen.

Neben viel neuer Optik gibt es auch viel neue Technik. Und die wichtigste Verbesserung hier ist zweifellos der neue Fünfzylinder-Turbodiesel 2.4 JTD Multijet mit 129 kW (175 PS) – ein direkt einspritzender Turbodiesel mit modernstem Common-Rail und einer verfeinerten Einspritztechnik bei erhöhtem Einspritzdruck, bei der man die Haupteinspritzung nun in bis zu vier Teilschritte unterteilen und damit den Einspritzvorgang optimal formen kann.

Das Ergebnis ist neben einem akustisch sanfteren Verbrennungsablauf eine noch bessere Verbrennung bei gesteigerter Leistung und verminderten Verbrauchs- und Emissionswerten. In Zahlen ausgedrückt heißt das beim neuen 2.4 JTD Multijet ein höchstes Drehmoment von 385 Nm bei 2000/min, gerade einmal 8,3 Sekunden für den Spurt auf Tempo 100 und maximal 225 km/h sowie einen Durchschnittsverbrauch von 6,6 l/100 km bei der Limousine und 6,7 l/100 km beim Sportwagon. Das bedeutet einen Leistungszuwachs von 17 Prozent gegenüber dem abgelösten 2.4 JTD 10V, eine Steigerung des Drehmoments um satte 26 Prozent und auch noch sechs Prozent mehr Höchstgeschwindigkeit.

Bei so viel Leistung ist es hilfreich, dass Alfa Romeo das Fahrwerk des 156 perfektioniert hat. Denn die vordere Vierlenkeraufhängung und die über eine Traverse aus Alu-Guss ans Fahrwerk angebundene McPherson-Hinterachse ermöglichen nun ein noch sichereres und sportlicheres Handling. Und auch der Fahrkomfort konnte weiter erhöht werden.

Neben die bislang angebotenen Ausstattungsvarianten Progression und Distinctive tritt mit Markteinführung des neuen Modelljahrgangs im Laufe des Sommers als neue Variante die Basisausstattung „Impression“. Noch nicht bekannt sind bislang allerdings die Preise des erneuerten Alfa 156, für den insgesamt sieben Motoren zur Wahl stehen. Das sind die Benziner 1.6 T.Spark mit 88 kW (120 PS), 1.8 T.Spark mit 103 kW (140 PS), 2.0 JTS mit 122 kW (165 PS) und 2.5 V6 24V mit 141 kW (192 PS) und die Turbodiesel 1.9 JTD mit 85 kW (115 PS). 1.9 JTD Multijet mit 103 kW (140 PS) und der neue 2.4 JTD Multijet mit 129 kW (175 PS). ivd

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