Pädagogen im Arbeitskampf : Schüler sind streikmüde

Am Mittwoch und Donnerstag streiken die angestellten Lehrer in Berlin erneut. Bei den Schülern schwindet offenbar das Verständnis. "Wir haben das Gefühl, dass es nur noch um Zuständigkeiten geht", sagt die Landesschülersprecherin.

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Seit Montagfrüh demonstrieren zahlreiche Berliner Lehrer wieder für eine gerechte Bezahlung und gegen Einkommensunterschiede zwischen verbeamteten und angestellten Pädagogen.
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21.10.2013 12:22Seit Montagfrüh demonstrieren zahlreiche Berliner Lehrer wieder für eine gerechte Bezahlung und gegen Einkommensunterschiede...

Dem Landesschülerausschuss kommt das Verständnis für den fortgesetzten Lehrerstreik abhanden. „Wir verstehen die Forderung nach gleicher Bezahlung der Lehrer. Aber zurzeit haben wir das Gefühl, dass es nur um Zuständigkeiten geht“, sagte Landesschülersprecherin Leonie Mader dem Tagesspiegel. Der Finanzsenator habe ihrem Gremium „schlüssig begründet“, warum der Senat der falsche Ansprechpartner für die Forderungen der GEW sei und warum stattdessen auf Bundesebene verhandelt werden müsse. „Wegen Zuständigkeiten muss man nicht streiken, die muss man regeln“, findet Mader.

Wie berichtet, hat die Lehrergewerkschaft GEW für Mittwoch und Donnerstag abermals alle angestellten Lehrkräfte zum Warnstreik aufgerufen. Sie fordert Tarifverhandlungen mit dem Ziel, eine tarifliche Eingruppierung zu erreichen, „durch welche auch die Einkommensunterschiede zwischen angestellten und verbeamteten Lehrkräften beseitigt werden können“. Zudem geht es um eine Besserstellung älterer Lehrkräfte. „Die gegenwärtige Haltung des Senats ist einer Lösung nicht zuträglich“, kritisierte Gunilla Neukirchen von der GEW-Schulleitervereinigung.

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