Schule : Pickup statt Kombi

Der neue Mitsubishi L200 passt jetzt nach Europa

Ingo von Dahlern

Gerade mal 10 000 Pickups wurden im vorigen Jahr in Deutschland verkauft. Damit sind sie im Unterschied zu den USA bei uns ein Nischenprodukt, in Europa sieht es mit insgesamt 110 000 Verkäufen pro Jahr nicht anders aus. Doch Mitsubishi, mit seinem L200 Marktführer bei uns, sieht gute Chancen, diese Zahlen zu steigern. Denn mit der dritten Generation des L200 hofft Mitsubishi, insbesondere Käufern großer Kombis eine Alternative zu bieten. Denn die neben dem auf gewerbliche Nutzer zielenden L200 mit Einzelkabine angebotenen 2+2-Sitzer Club Cab und vor allem die viertürige und fünfsitzige Doppelkabine sollen dieser Klasse neue Kunden bringen.

Deswegen hat man die Länge der Doppelkabine auf fünf Meter beschränkt – damit sie auf europäische Parkplätze und Garagen passt. Mit einem Wendekreis von 11,80 Meter ist der neue L200 handlich genug für enge Städte und knapper geschnittene Parkhäuser. Vor allem aber glänzt die jüngste Pickup-Generation, die ebenso wie ihr Vorgänger in Thailand vom Band rollt, durch Pkw-Komfort.

Das gilt zum einen für das großzügige Platzangebot in der 1,80 m breiten und 2,15 Meter langen Doppelkabine, die über eine elektrisch versenkbare Heckscheibe verfügt, so dass man jederzeit bequemen Zugang zur Ladefläche hat. Das gilt aber auch für den hohen Ausstattungskomfort. Der L200 hat in seiner Spitzenversion Intense mit elektrischen Scheibenhebern, elektrisch einstellbaren und beheizbaren Außenspiegeln, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, in zwei Ebenen verstellbarem Lederlenkrad, Servolenkung und Klimaanlage sowie aufwändiger Audioanlage all das, was auch eine gut ausgestattete Limousine bietet.

Hinzu kommt ein umfangreiches Sicherheitspaket mit Frontairbags, bei denen der Beifahrerairbag abgeschaltet werden kann, Automatikgurten und verstellbaren Kopfstützen auf allen Plätzen sowie Isofix-Kindersitzbefestigungen hinten. Auch die aktiven Sicherheitssysteme überzeugen, bietet der L200 neben dem ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung und einer Traktionskontrolle auch eine Fahrdynamikregelung an. Er hat vier angetriebene Räder und in der Intense- Ausstattung statt des zuschaltbaren einen permanenten Allradantrieb.

Personenwagenqualitäten zeigt der L200 auch beim überraschend hohen Fahrkomfort, denn obwohl er selbst in schwerem Gelände eine gute Figur macht, ist die ausgebaute Straße sein Element. Hier folgt er bei flotter Kurvenfahrt problemlos dem Lenkeinschlag. Maximal 167 km/h erlauben zügige Autobahnfahrten, und den Spurt auf Tempo 100 bewältigt er in 14,6 Sekunden.

Seine Antriebskraft erhält er von einem kräftigem 2,5-l-Vierzylinder-Turbodiesel mit Common Rail und Ladeluftkühler, der 100 kW (136 PS) leistet. Dieser Motor arbeitet nicht nur angenehm leise, sondern erfüllt auch die Abgasnorm EU4. Außerdem kann er mit einem Dieselpartikelfilter ausgerüstet werden.

Für den neuen L200 spricht sein gelungenes Design, das sich von den für Pickups bislang üblichen strengen Kanten abhebt und mit der an eine Postkutsche erinnernden Seitenlinie der Kabine einen besonderen Akzent setzt. Teuerster L200 ist mit 28 990 Euro die Doppelkabine Intense, ab 24 690 gibt es die Club Cab-Version und ab 21 990 die Einzelkabine.

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