Schule : Potz Blitz!

Opel hat seine Position bei leichten Nutzfahrzeugen in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut. Jetzt setzt das Unternehmen auch in diesem Segment auf umweltverträgliche Technik und bietet den Combo künftig für Erdgasbetrieb an

Ingo von Dahlern

Transporter mit dem Blitz gehören inzwischen wieder zum Straßenbild hierzulande. Dank einer engen Kooperation zwischen Renault und General Motors kehrte Opel 1997 mit dem Kleintransporter Arena auf Basis des damaligen Renault Trafic auf den Nutzfahrzeugmarkt zurück – und das überaus erfolgreich. Mit der inzwischen auf die Modellreihen Combo, Vivaro und Movano erweiterten Angebotspalette konnte Opel im vergangenen Jahr in Europa rund 149 000 leichte Nutzfahrzeuge verkaufen. Damit steigerte das Unternehmen seinen Marktanteil von 4,7 auf 6,1 Prozent.

Besonders erfolgreich war Opel dabei mit dem 2001 eingeführten frontgetriebenen Vivaro in der 2,8-Tonnen-Klasse, einer Modellreihe die technisch dem Renault Trafic entspricht. Mehr als 20 Modellversionen mit zwei Radständen, zwei Dachhöhen und fünf Aufbauten stehen beim Vivaro zur Wahl. Es gibt ihn als Kastenwagen und Combi sowie als komfortablen Kleinbus und Freizeit-Van. Der Vivaro kann maximal 1141 kg Nutzlast befördern, verfügt über bis zu 8,4 Kubikmeter Ladevolumen sowie Platz für maximal neun Personen.

Als Antrieb stehen vier leistungsstarke Triebwerke mit 60 bis 99 kW (82 bis 135 PS) zur Wahl. Darunter sind ein Zweiliter-Benziner und drei moderne Turbodiesel mit Common Rail. Der Vivaro verbindet hohen Nutzwert mit einem ausgesprochen attraktiven Design. Seine nach oben gewölbte Fahrerkabine mit besonders großer Kopffreiheit erlaubt einen sehr bequemen Ein- und Ausstieg. Mit großen Scheiben bietet sie besonders gute Sicht nach vorn und zu den Seiten. Die Ausstattung bietet Pkw-Komfort.

Zudem hat der Vivaro eine umfangreiche Sicherheitsausstattung, zu der bei allen Modellen ein Fahrerairbag mit Gurtstraffer gehört. Beifahrerairbag, Kopf- und Seitenairbags gibt es als Wunschausstattung. Für besonders hohe aktive Sicherheit sorgt bei den stärker motorisierten Modellen die auf Wunsch lieferbare Fahrdynamikregelung ESP. Neu für ein Nutzfahrzeug ist das für den Vivaro und den größeren Movano angebotene Tecshift-Getriebe. Das ist ein automatisiertes Sechsgang-Schaltgetriebe, das den Schaltkomfort einer Vollautomatik mit der Wirtschaftlichkeit eines normalen Schaltgetriebes verbindet. So wird der Fahrer bei der Schaltarbeit entlastet und zugleich noch Kraftstoff gespart. Das Getriebe wird künftig für den Vivaro und Movano mit dem 2.5 CTDI-Turbodiesel in seinen verschiedenen Leistungsklassen angeboten.

Eine Renault-Basis hat auch die schwerere Transporterfamilie Movano in der 2,8- bis 3,5-Tonnen-Klasse, die dem Renault Master entspricht, der im Herbst 2003 technisch und optisch modernisiert wurde. Eine Eigenentwicklung von Opel ist im Unterschied zu den Kooperationsmodellen der kleinste Transporter im Programm – der Opel Combo in der Klasse des Renault Kangoo Rapid.

Der Combo erhielt erst im vergangenen Herbst eine neue Motorenpalette. Er gehört zu den sparsamsten Kleintransportern auf dem Markt und glänzt mit besonders niedrigen Unterhaltskosten. Die Basis dafür hat Opel unter anderem damit geschaffen, dass der auf dem Corsa basierende Combo über drei besonders wirtschaftliche Triebwerke verfügt. Der 1,4-Liter-Benziner mit 66 kW (90 PS) arbeitet mit der Kraftstoff sparenden Twinport-Technik. Der moderne CDTI-Turbodiesel mit 1,3 Liter und 51 kW (70 PS) verbraucht im Durchschnitt 5,1 l/100 km. Der 1.7 CDTI mit 74 kW (100 PS) begnügt sich mit 5,2 l/100 km.

Als Marktführer bei Fahrzeugen mit Erdgasantrieb auf dem deutschen Markt macht Opel diese besonders umweltverträgliche Technik künftig auch für Nutzfahrzeuge verfügbar. So wird noch in diesem Frühjahr der bereits im vergangenen Herbst bei der Nutzfahrzeug-IAA in Hannover erstmals gezeigte Combo 1.6 CNG als Serienfahrzeug verfügbar sein. Sein Motor basiert auf dem Benziner, der für Erdgas optimiert wurde, weshalb Opel von einem monovalenten Erdgasfahrzeug spricht

Wie schon der Zafira und der Astra Caravan 1.6 CNG hat auch der Combo neben den drei unter dem Wagenboden angebrachten Gastanks einen 14-Liter-Benzintank. Die Gastanks haben ein Volumen von 110 Liter und können 19 Kilogramm komprimiertes Erdgas aufnehmen. Der Benzinvorrat reicht für eine Strecke von etwa 150 Kilometer.

Zu den Pluspunkten des neuen Erdgasmodells gehört neben den niedrigen Emissionen seine Wirtschaftlichkeit. Außerdem werden Erdgasfahrzeuge durch die jeweiligen Energieversorger gefördert. Und da Erdgas bis 2020 steuerbegünstigt ist, drohen hier auf absehbare Zeit auch keine großen Preiserhöhungen.

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