Schule : Premiere mit Diesel-Partikelfilter

Opel Vectra, Vectra Caravan und Signum nun besonders sauber

Ingo von Dahlern

Anbieter moderner Turbodiesel ist Opel zwar erst relativ spät geworden. Aber dann ist es den Rüsselsheimern gelungen, sich schnell in eine Spitzenposition im Wettbewerb vorzuarbeiten. Die ausbauen helfen soll eine neue Generation des 1,9-Liter-Vierzylinders aus der Ecotec-Familie, die nun auch mit einem Diesel-Partikelfilter ausgestattet ist und für den Vectra, den Vectra Caravan und den Opel Signum angeboten wird. Dabei ist der Vectra 1.9 CDTI DPF mit einer Leistung von 88 kW (120 PS) und einem Durchschnittsverbrauch von 5,7 l/100 km nicht nur die sparsamste deutsche Diesel-Limousine mit Partikelfilter, sondern mit einem Einstiegspreis von 24 045 Euro zugleich auch die preiswerteste. Bei 25 295 Euro (Vectra GTS/Vectra Caravan) und 25 595 Euro (Signum) liegen die weiteren Preise für den kleineren Motor – der größere kostet jeweils 800 Euro mehr.

Den neuen Turbodiesel mit Partikelfilter gibt es in zwei Leistungsklassen. Während die schwächere die eben genannten 88 kW (120 PS) liefert, bringt es die stärkere Variante auf eine Leistung von 110 kW (150 PS). Beide 1,9-Liter-Vierzylinder sind weitgehend baugleich und haben einen Turbolader mit variabler Turbinengeometrie und einen Ladeluftkühler. Der Hauptunterschied ist der Zylinderkopf. Während die schwächere Variante nämlich nur zwei Ventile pro Zylinder hat, verfügt die stärkere über vier. Alles übrige ist wieder gleich. Denn beide Motoren haben eine Common-Rail-Hochdruckeinspritzung, die den Kraftstoff mit bis zu 1600 bar und damit besonders fein verteilt einspritzt. Und beide arbeiten mit der so genannten Mehrfacheinspritzung, wobei der Einspritzvorgang nicht nur in Vor- und Haupteinspritzung sondern auch mehrere Haupteinspritzungen aufgeteilt ist. Und beide sind schließlich sehr agil. Den Vectra lassen sie binnen 11,5 und 9,8 Sekunden und den Signum binnen 12,2 und 10,5 Sekunden Tempo 100 und maximal 200 und 217 km/h sowie 191 und 209 km/h erreichen.

In Verbindung mit diesen beiden Triebwerken hat nun bei Opel ein neu entwickeltes Diesel-Partikelfilter-System (DPF) Premiere. Darauf musste man zwar ein wenig länger warten, aber dafür kann Opel nun auch ein System einsetzen, das auf die Beimischung von Additive zum Kraftstoff verzichtet und demzufolge unter diesem Aspekt völlig wartungsfrei ist. Und ein neuartiges Regenerierungsverfahren macht es möglich, dass die Motoren mit Filter nicht mehr Kraftstoff verbrauchen als ohne Filter. Während ein motornaher Vorkatalysator und ein Unterflur-Katalysator alle Schadstoffe im Abgas reduzieren – also Partikel, Kohlenwasserstoffe und Kohlenmonoxid – werden die Stickoxidemissionen vor allem durch innermotorische Maßnahmen gesenkt. Die im Diesel-Partikelfilter gesammelten verbliebenen Rußpartikel müssen regelmäßig abgebrannt werden. Immer dann, wenn durch die Partikel der Gegendruck im Filter steigt, wird vollautomatisch und ohne dass der Fahrer irgendetwas merkt, dieser Prozess gestartet.

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