Schule : Renault Clio: günstige Preise

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Liebe Leser,

künftig finden Sie auf den Mobilseiten des Tagesspiegels in loser Folge diese neue Rubrik. Sie soll Ihnen Tipps zum Gebrauchtwagenkauf geben. Mit der Dekra hat der Tagesspiegel einen kompetenten Partner gefunden, um mit reichhaltigem statistischen Material sachlich fundierte Einschätzungen erstellen zu können. Natürlich werden diese Hinweise keine Beurteilung eines einzelnen Fahrzeugs bieten können. Vielmehr geht es darum, typische Stärken oder Schwächen eines Modells zu benennen, um Ihnen eine erste Auswahl bei der Suche nach einem fahrbaren Untersatz zu erleichtern.

Seit 1991 ist der Clio als Nachfolger des Renault 5 auf dem Markt und hat eine beachtliche Fangemeinde gewonnen. Das ist kein Wunder, denn der kleine Franzose ist ein rundum alltagstaugliches Auto. „Er überzeugt durch sein gutmütiges Fahrverhalten, eine umfangreiche Serienausstattung und ein gutes Platzangebot“, erzählt Carsten Bräuer, der Niederlassungsleiter der Dekra Berlin. Deshalb sei er bei Fahranfängern und als typisches Stadtauto besonders beliebt.

Allerdings hat der Kleinwagen auch einige typische Schwächen. Mängel an der Elektrik – etwa defekte Anlasser oder Wegfahrsperren – treten beim Clio bereits bei der ersten Hauptuntersuchung nach drei Jahren überdurchschnittlich oft auf. „Bei den vier- bis fünfjährigen Exemplaren fällt jeder vierte Wagen durch“, sagt Bräuer. Auch würden die Bremsen zu übermäßigem Verschleiß neigen, der Auspuff roste gern durch und auch ein defekter Zahnriemen falle in Pannenstatistiken auf. So könne ein günstiger Kaufpreis schnell wett sein, da Renault überdies recht hohe Ersatzteil- und Servicepreise habe.

„Wer sich für einen gebrauchten Clio interessiert, ist deshalb gut beraten, wenn er sich für ein Modell ab Baujahr 2002 entscheidet“, meint der Niederlassungsleiter. 1998 ist die zweite Generation eingeführt worden, die im Jahr 2001 wiederum überarbeitet wurde. Seither sei die Qualität signifikant besser geworden. In diesen Modellen steckten viele Entwicklungsfortschritte und Detailverbesserungen.

Als Motorisierungen empfiehlt Carsten Bräuer den 1,4-Liter-Benziner mit 55 kW (75 PS), der wirtschaftlich, aber deutlich durchzugsstärker sei als die Basisvariante mit dem 1,2-Liter-Benziner mit 43 kW (60 PS). „Die 1,5-Liter-Diesel sind sehr durchzugsstark und vor allem sparsam“, sagt Bräuer. „Allerdings sollte man beim Kauf auf die weiteren Unterhaltskosten achten.“ Denn nicht jeder Diesel verfüge über einen Partikelfilter, so dass künftig „saftige“ Steuern fällig werden könnten.

Ein Clio des Baujahrs 2003 kostet in der Basisversion derzeit rund 6000 Euro. „Das ist nicht teuer“, meint Carsten Bräuer. Auch haben derzeit noch viele Händler Neuwagen im Angebot. Die seien unter Umständen jetzt noch zu attraktiven Konditionen zu erstehen. Denn schon in wenigen Wochen, ab dem 7. Oktober, ist die dritte Generation des Clio erhältlich. Das Basismodell wird über einen 48 kW (65 PS) starken 1,2-Liter-Benzinmotor verfügen und ab 10 950 Euro kosten. Der günstigste Turbodiesel wird der 1.5 dCi mit 50 kW (68 PS) sein, für den ab 12 650 Euro zu zahlen sind. rok

Gutmütiges Fahrverhalten, sparsame Motoren, umfangreiche Grundausstattung, gutes Platzangebot

Mängel an der Elektrik, verschlissene Bremsen, defekter Zahnriemen, durchgerosteter Auspuff

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