Rosa-Luxemburg-Gymnasium : Begabtenklasse: Eltern drohen mit Klage

Der Streit um eine dritte Hochbegabtenklasse am Pankower Rosa-Luxemburg-Gymnasium eskaliert. Die Eltern drohen mit Klage, die Bildungsverwaltung bemüht sich derweil um Erklärungen und lädt die Eltern zum Gespräch.

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Die betroffene Elterninitiative drohte am Montag mit dem Klageweg. Zudem appellierte sie an die rot-schwarze Koalition, nicht hinter den Vereinbarungen unter Rot-Rot zurückzufallen. Damals wurde eine Zahl von 70 grundständigen Klassen als Obergrenze festgelegt. Nun wundern sich die Eltern, warum Bildungs-Staatssekretär Mark Rackles (SPD) stets 67 Züge als Obergrenze nennt und dabei mit der vorangegangenen Legislaturperiode argumentiert.

Die Bildungsverwaltung entkräftete den scheinbaren Widerspruch damit, dass in der Zahl von 70 die Klassen der Staatlichen Ballettschule erhalten gewesen seien, in der Zahl von 67 aber nicht. Außerdem lud sie die Elterninitiative für Mittwoch zu einem Gespräch mit Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) und Pankows Bildungs-Stadträtin ein. Offenbar sollen den Familien Alternativen unterbreitet werden, nachdem alle Anmeldungen für 2012 ausgewertet sind. Es werde darum gehen, „die Möglichkeiten zu erörtern, die für Sie und Ihre Kinder bestehen“, heißt es in der Einladung. Dies deutet darauf hin, dass die Verwaltung keine zusätzliche Klasse an der Luxemburg-Schule einrichten will. Die CDU berät nach eigenen Angaben „intern mit dem Koalitionspartner“ über eine Lösung im Sinne der Eltern.

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