Schule : Schnupfen weg – aber oft auch die Fahrtüchtigkeit

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DER SICHERHEITSTIPP

Das Wetter in diesem Winter ist fast so wechselhaft wie im April. Da gibt es hin und wieder ein paar bitter kalte Tage und dann ist es wieder richtig mild. Kein Wunder, dass man da bei der Wahl der richtigen Kleidung immer wieder daneben greift.

Leider bleibt das nicht immer ohne Folgen. Und so hat mancher den Jahreswechsel mit Schnupfen, Husten, Kopfschmerzen und all dem erlebt, was die üblichen grippalen Infekte ausmacht. Und mancher hat im Eifer der Böllerschüsse und Raketenstarts zum Jahreswechsel auch nicht gut genug auf warme Kleidung geachtet und sich deshalb eine kräftige Erkältung eingehandelt.

Es gibt leider auch noch viele andere Methoden, das Abwehrsystem unseres Körpers zu überfordern. Da sitzen viele zum Beispiel in einem Auto, in dem mit 25 Grad und mehr hochsommerliche Bedingungen im Innenraum herrschen. Und dann steigen sie zum Einkaufen oft genug ohne Jacke aus, so dass ihr Körper einen wahren Temperaturschock erlebt. Dann dauert es bei vielen nicht allzu lange bis die Nase plötzlich zu kribbeln und zu tropfen beginnt.

Kein Problem, denken viele – schließlich gibt es Apotheken, und die halten für solche Fälle ein breites Sortiment an Pillen und Pülverchen bereit. Und viele davon erledigen ihre Aufgaben auch bestens. Schon kurze Zeit nach der Einnahme solcher Medikamente hat man den Kopf wieder frei und auch der ständige Griff zu Taschentuch ist nicht mehr nötig. Kurzum – man fühlt sich schon bald wieder fit. Nicht nur zum Arbeiten, sondern auch, um das Autosteuer wieder in die Hand zu nehmen. Und so setzt man sich wie gewohnt ins Auto, ohne sich Gedanken zu machen, ob man das überhaupt darf.

Genau das ist das Problem. Bei vielen Medikamenten darf man das nämlich wirklich nicht. Aber wer liest schon die meist extrem klein gedruckten Beipackzettel, die es in jeder Medikamentenpackung gibt. In denen sind geradezu akribisch all jene Nebenwirkungen aufgeführt, die mit der Einnahme eines Medikaments einhergehen können. Und oft steht dort auch unübersehbar, dass das betreffende Medikament die Fahrtüchtigkeit einschränkt. Solche Beeinträchtigungen können recht erheblich sein.

So gibt es zahlreiche Medikamente, die das Reaktionsvermögen einschränken und mit ihrer beruhigenden Wirkung zugleich sehr müde machen und das Wahrnehmungsvermögen vermindern. Und das kann im Ernstfall, dann nämlich, wenn in einer kritischen Verkehrssituation schnellste Reaktion gefordert ist, fatale Folgen haben. Gut, wenn es dabei mit einem Blechschaden abgeht – aber leider kommt es oft genug auch zu Unfällen, bei denen Menschen schwer verletzt oder gar getötet werden, weil der Lenker eines Fahrzeug unter Medikamenteneinfluss schlicht fahruntüchtig ist

Wer also zu Medikamenten greift, sei es, um Schmerzen zu lindern, Erkältungen zu kurieren oder sich auch nur ein wenig zu beruhigen, sollte sich genau informieren, welchen Einfluss diese Medikamente auf die Fahrtüchtigkeit haben Und wenn man aus dem Beipackzettel nicht schlau wird, dann fragt man eben seinen Arzt oder Apotheker. Und wenn die warnen, sollte man das ernst nehmen und das Auto ein paar Stunden oder Tage stehen lassen. ivd

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