Schule : Schüler im Olymp

Am Wochenende wurde in Berlin wieder um die Wette gereimt und gerechnet

Eine Idee setzt sich durch: Die früher nur in der DDR üblichen Schul-Olympiaden finden inzwischen in ganz Deutschland Aufmerksamkeit. Auch in den Westbezirken gibt es immer mehr Schulen, die auf den Teilnehmerlisten stehen. Zudem vermelden die Veranstalter erfreut, dass nicht nur die Spezialschulen Schüler schicken, sondern dass ein große Bandbreite von Schultypen vertreten ist.

„Dieses Jahr waren 78 Schulen aus allen Bezirken dabei“, vermeldet zufrieden HU-Informatik-Professor Ernst-Günter Giessmann vom Verein der Mathematik-Olympiade. Von den 355 Schülern, die am Sonnabend mitrechneten, werden zwölf Berlin beim Bundesfinale in Lübeck vertreten, darunter sechs vom Heinrich-Hertz- und zwei vom Herder-Gymnasium. Drei Schüler haben einen vietnamesischen Hintergrund (Infos: www. mathematikolympiaden-berlin.de).

Bei der Deutsch-Olympiade ging es um ganz andere Fragen, wie zum Beispiel darum, was ein „Sparkrampf“ ist oder wie man den Begriff „Möglichkeit“ erklärt oder was sich auf „Text“ reimt? Diesen und anderen ungewöhnlichen Sprachabenteuern mussten sich Schüler der 9. Jahrgangsstufe beim Landesfinale der dritten Deutsch-Olympiade im Grips-Theater stellen.

In fünf Disziplinen hatten vierköpfige Teams jeweils zwei Minuten Zeit, um ihr Können unter Beweis zu stellen. Insgesamt traten acht Teams in den Kategorien „Gymnasium“ und „Hauptschule und mittlerer Schulabschluss“ gegeneinander an. Die Schüler reimten, erklärten, umschrieben und erzählten, was das Zeug hielt. Am Ende kürte die Jury in beiden Kategorien die Sieger: das Schiller-Gymnasium aus Charlottenburg und die Internationale Nelson-Mandela-Gesamtschule aus Wilmersdorf. Beide Teams haben nach einer weiteren Qualifikationsrunde die Chance, Berlin im Bundesfinale zu vertreten.sve, unt

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