Schule : Fach Lebenskunde: Noch eine Forsa-Umfrage

EIne erneute Umfrage erinnert an den Eklat der Berliner Umfrage, bei der es zu tendenziösen Fragestellungen gekommen war.

Nach einer Forsa-Repräsentativumfrage im Auftrag des Humanistischen Verbandes Deutschlands (HVD) sind 61 Prozent aller Bundesbürger der Meinung, dass das Schulfach Humanistische Lebenskunde in allen Bundesländern als Alternative zum Religionsunterricht eingeführt werden sollte. 37 Prozent aller Befragten würden ihr Kind am Lebenskundeunterricht teilnehmen lassen. Dies teilte der HVD mit.

Anlass der Befragung ist die Absicht des Humanistischen Verbandes, sein Fach Lebenskunde in weiteren Bundesländern einzuführen. In Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bayern wurden bereits entsprechende Anträge gestellt. Weitere Mitgliedsverbände in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern sowie die Humanisten in Sachsen-Anhalt, die demnächst einen Landesverband gründen wollen, bereiteten derzeit Anträge vor, hieß es.

Forsa hatte in sieben Bundesländern gefragt, ob Lebenskunde in allen Bundesländern eine Alternative zum Religionsunterricht bieten oder ob bei es der alten Regelung bleiben solle.

Wie berichtet, hatte Forsa kürzlich eine weitere Umfrage zum Fach Lebenskunde gemacht und zwar speziell auf Berlin bezogen. Anschließend räumte der Forsa-Chef allerdings ein, dass die Fragestellung tendenziös gewesen sei. Der Humanistische Verband bezeichnete dies als "skandalös" und behielt sich "rechtliche Schritte" vor. Nach einer Entschuldigung seitens Forsa entschied sich der Verband aber, das Thema "nicht weiter hochzukochen". Es blieb offen, ob es in der Folge "Forderungen an Forsa" geben wird. Der Berliner Sprecher des HVD sagte auf Nachfrage, die neue Forsa-Umfrage sei bereits vor dem Eklat um die Berliner Umfrage beschlossen gewesen. sve

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