Schule : Schulfahrten: Kritik an neuen Regeln

Die geplante Neuregelung zur Organisation und Kostenerstattung von Klassenfahrten stößt bei der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) und dem Verband Bildung und Erziehung (VBE) auf Kritik. Wie berichtet, sollen Lehrer künftig ihre Reisekosten für Klassenfahrten erstattet bekommen. Bisher zahlten sie diese oft aus eigener Tasche. In dem Senatsentwurf zur neuen Ausführungsvorschrift, der dem Tagesspiegel vorliegt, heißt es, dass Lehrer künftig für Unterkunft und Verpflegung eine Pauschale von 20 Euro pro Tag (bei Auslandsfahrten 30 Euro) bekommen sollen. Die GEW befürchtet, dass dies dazu führen könne, dass Lehrer weiterhin einen Teil selbst zahlen müssen.

Zudem müssen Lehrer künftig vor Klassenfahrten drei Vergleichsangebote einholen. Der VBE kritisiert das als erheblichen bürokratischen Mehraufwand. Außerdem dürfen nach dem Entwurf der Bildungsverwaltung Klassenfahrten nur genehmigt werden, wenn die Schule über ein ausreichendes Reisebudget verfügt. „Das treibt die Kollegen in eine Konkurrenzsituation und verlagert die Entscheidungsverantwortung, welche Reise stattfinden darf, an die Schulen“, sagte die GEW-Vorsitzende Sigrid Baumgardt. svo

3 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben