Schulhausmeister : Haus ohne Hüter

Julian Heissler

Die Schulleiter von Steglitz-Zehlendorf protestieren massiv gegen einen Beschluss von Bildungsstadträtin Anke Otto (Grüne). Diese hatte den Schulen mitgeteilt, dass ab dem 1. Juli Schulhausmeister nur noch bis 17 Uhr arbeiten würden, freitags sogar nur bis 15 Uhr. Die Schulen, so hieß es weiter, könnten eine Nutzung der Schulgelände nach dieser Uhrzeit selbst organisieren.

Das werden die Schulleiter dem Einvernehmen nach jedoch nicht tun. „Dann findet eben nach 17 Uhr nichts mehr statt in der Schule, weil wir die Sicherheit der Menschen, des Gebäudes und seiner Einrichtung nicht garantieren können“, heißt es in einer zum Wochenende verabschiedeten Resolution. Das heißt: keine Abendveranstaltungen, Elternabende oder Besprechungen mehr in den Schulgebäuden nach 17 Uhr. Auch die Horte müssten eine Stunde früher schließen.

Die Schulleiter kritisierten überdies die Form, in der ihnen der Beschluss mitgeteilt wurde. „Wir finden diesen Umgang mit uns schlicht empörend“, heißt es in der Erklärung.

Unterstützung erhalten die Schulleiter von der GEW. Sie kritisierte den Beschluss ebenfalls scharf: „Diese Maßnahme ist ein weiteres Beispiel für die kurzsichtige und völlig perspektivlose Sparpolitik in dieser Stadt“, heißt es in einer Mitteilung. Die GEW forderte den Bildungssenator auf, sich einzuschalten.

Stadträtin Otto rechtfertigt ihr Vorgehen mit dem Hinweis auf ihren gekürzten Etat.

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