Schulprojekt : Ein Brunnen für die Kleinsten

Tagelang werkelten 22 Schüler der Rudolf-Virchow-Gesamtschule in Marzahn daran, das Außengelände einer Kita in Wandlitz neu zu gestalten.

Brunnen
Schöner planschen. Die Kita-Kinder haben nun viel Abwechslung auf ihrem Außengelände. -Foto: Greeske

Das Tor strahlt in den leuchtenden Farben eines Regenbogens. Wer durchläuft, dem spritzt kühles Wasser aufs Haupt. Die Mädchen und Jungen in der Wandlitzer Montessori-Kita können sich jederzeit erfrischen. Und das verdanken die Kinder aus Brandenburg Zwölftklässlern aus Marzahn: Tagelang werkelten 22 Schüler der Rudolf-Virchow-Gesamtschule daran, das Außengelände der Kindertagesstätte neu zu gestalten. Schließlich besuchen sie einen Kunstleistungskurs, dessen Leiter blanke Architekturtheorie allein nicht genügt. „Mir ist wichtig, dass meine Schüler auch etwas Praktisches machen“, sagt Lehrer Thomas Greeske.

Also packten die Schüler das Werkzeug ein und fuhren raus nach Wandlitz. Mit im Gepäck: Jede Menge kühner Entwürfe. Doch so leicht ließen sich die Ideen nicht verwirklichen. Genau das wollte Greeske seinem Kurs von vornherein beibringen: Architekten und Landschaftsplaner müssen sich gegen Widerstände durchsetzen und Kompromisse schließen lernen. Greeskes Credo: „In der Praxis muss man erfinderisch sein.“

Die Regenbogentor-Gruppe zum Beispiel wollte schon hinschmeißen. Sie musste die Einzelteile mühsam aus schmalen Brettern sägen und aneinanderkleben, denn die gewünschten großen Holzplatten waren zu teuer. Schließlich rafften sich die Schüler aber doch auf, zimmerten die Rundbögen, strichen sie bunt an und zogen einen Schlauch in die Konstruktion ein. Aus dem spritzt nun das Wasser.

Die Schüler planierten, hämmerten und malten in zwei- bis sechsköpfigen Gruppen. Für den neuen Brunnen mussten die sich genau abstimmen: Regenwasser fließt auf zwei Bahnen in ein von einem Buchstabenmosaik umrahmtes Becken. Der eine Weg führt über eine rote Rose. Wenn sich ihre Blüte mit Wasser füllt, kippt sie um und entleert sich in ein Rinnsal. Wer unten plantschen will, muss sich aber beeilen. Denn die Marzahner haben sogar dafür gesorgt, dass das Wasser ins Erdreich sickern kann.wek

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