Schulreinigung : Bessere Aussichten: Die bundesweite Norm wird überarbeitet

Früher endete die Schule um 13.15 Uhr. Heute bleiben viele Schüler bis 18 Uhr. Bei den Reinigungsvorgaben wurde der Ganztagsbetrieb kaum berücksichtigt. Das soll sich ändern.

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Harte Arbeit. Die Mitarbeiter der Reinigungsfirmen haben ein straffes Pensum und strenge Zeitvorgaben.
Harte Arbeit. Die Mitarbeiter der Reinigungsfirmen haben ein straffes Pensum und strenge Zeitvorgaben.Foto: Kitty Kleist-Heinrich

DIE DIN-NORM
Für die Schulreinigung gibt es die bundesweit DIN-Norm 77400, die den Mindeststandard fixiert. Sie beinhaltet unter anderem die tägliche Reinigung der Schultoiletten. Zurzeit wird die Norm überarbeitet, weil sich das Schulleben verändert hat. So soll künftig der Ganztagsbetrieb stärker berücksichtigt werden. „Beim Mensabetrieb müsste wohl zwischendurch geputzt werden“, gibt Spandaus Schul- und Sportamtsleiter Horst Lorenz zu bedenken.

BEZIRKLICHE FREIHEIT
Auf Grundlage der DIN-Norm entwickeln die Bezirke je nach finanzieller Prioritätensetzung eigene Ausschreibungen. Sie legen fest, wie häufig etwa die Eingangsbereiche und Klassenräume gereinigt werden sollen. Die Schulen sind sich einig, dass eine tägliche Nassreinigung nötig wäre. Stattdessen findet sie aber in der Regel nur alle zwei bis fünf Tage statt. Dies ist besonders im Winter ein Problem, zumal dann, wenn die Schulhöfe nicht befestigt sind. In manchen Bezirken ist das Abwischen der Fensterbänke und Möbel überhaupt nicht vorgesehen. Das müssten dann die Lehrer und Schüler leisten.

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