SCHWIMMUNTERRICHT : Notfalls mit Burkini ins Wasser

VERWEIGERUNG

In Berlin findet der verpflichtende Schwimmunterricht in der dritten Klasse statt. Die Kinder sind dann acht, neun Jahre alt. Schwimmen sollen Jungen und Mädchen in der Regel gemeinsam lernen. Auch in Berlin versuchen immer wieder muslimische Eltern es zu umgehen, dass ihre Töchter an diesem Unterricht teilnehmen. Schulleiter berichten davon, dass die Mädchen dann immer an dem Tag krank sind oder zu spät kommen, an dem Schwimmen auf dem Stundenplan steht. Es gibt auch Fälle, bei denen ein ärztliches Attest eine Chlorallergie bescheinigt.

Die Schulaufsicht kennt aber derzeit keinen Fall der kompletten Verweigerung, die bis vors Gericht getragen wird.

GERICHTSURTEIL

Laut einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts aus der vergangenen Woche, haben muslimische Schülerinnen auch keinen Rechtsanspruch darauf, vom gemeinsamen Unterricht befreit zu werden. Nach Auffassung der Richter ist den Mädchen zuzumuten, daran teilzunehmen, wenn sie einen Badeanzug tragen können, der den gesamten Körper verhüllt und dessen Kapuze die Haare bedeckt. Diese Schwimmbadkleidung ist unter anderem unter dem Namen Burkini bekannt. Berliner Schülerinnen dürfen diesen in allen Bädern tragen. Allerdings haben Lehrer die Erfahrung gemacht, dass er doch eher die Ausnahme ist. sik

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