Schule : Sechs Personen in zwei Reihen

Fiat gibt dem Multipla eine neue Optik - doch das Sitzkonzept bleibt unverändert

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Von Ingo von Dahlern Von seinem Konzept her fanden ihn viele potenzielle Käufer bei uns eigentlich recht überzeugend. Aber an seine sehr eigenwillige Linie und die an einen Delphin erinnernde Frontpartie mit dem Wulst mit den Scheinwerfern konnten sich viele einfach nicht gewöhnen, ja mancher fand dieses Auto schlicht hässlich. Und so hatte das an sich gute Grundkonzept des 3+3Sitzers bei vielen einfach keine Chancen.

Das allerdings könnte sich schon bald ändern. Denn Fiat hat soeben die zweite Generation des Multipla vorgestellt, die am 25. September bei uns an den Start geht. Und bei der hat man sich nun für eine Optik entschieden, die eher dem Mainstream entspricht – zumindest was die Front mit den großen breiten Klarglasscheinwerfern, den flachen Grill mit dem Fiat-Emblem und die über die ganze Fahrzeugbreite reichenden Lufteinlassöffnungen angeht. Dachlinie und Heckabschluss sind eng verwandt mit der ersten Generation und machen dieses Auto optisch unverwechselbar.

Unverwechselbar und in dieser Klasse weltweit einmalig ist weiterhin das Sitzkonzept. Denn die sechs Passagiere des gerade einmal 4,09 Meter langen Multipla, der damit in der Länge nur zehn Zentimeter zugelegt hat, sitzen wie schon beim Vorgänger jeweils zu dritt in nur zwei Sitzreihen. Damit war es möglich, diesen Sechssitzer verblüffend kompakt zu gestalten und dabei trotzdem einen mit 430 Liter großzügigen Gepäckraum anzubieten. Und da die nur je 13 kg wiegenden Sitze der zweiten Reihe sich mit wenigen Handgriffen demontieren lassen, kann man den Multipla schnell in einen Lastesel mit 1300 Liter Stauraum und sogar 1850 Liter bei dachhoher Beladung verwandeln.

Man sitzt bequem als Lenker, hat eine gute Sicht auf das Verkehrsgeschehen rundum und ein Auto in der Hand, das dank seiner Dimensionen in der Stadt sehr wendig ist. Aber auch ein Auto für entspannte lange Autobahnfahrten und, wenn es sein muss, die eine oder andere flott genommene Kurve auf Landstraßen.

Drei Motoren stehen zur Wahl. Zum einen der 76 kW (103 PS) leistende anzugsstarke 1,6-Liter-Benziner mit Vierventiltechnik, der Tempo 170 erlaubt und durchschnittlich 8,6 l/100 km verbraucht. Mit 6,6 l/100 km sehr viel sparsamer ist der Multipla mit dem 1,9-Liter-Turbodiesel, der 85 kW (115 PS) leistet und bis zu 176 km/h schnell ist – also insgesamt ein wenig flotter als der Benziner. Dritte Variante des Multipla ist, wie schon bei der ersten Generation, wieder eine Erdgas-Version – der Multipla Bipower, der im Erdgasbetrieb 68 kW (92 PS) und im Benzinbetrieb 76 kW (103 PS) leistet und sich durch seine extrem niedrigen Emissionen auszeichnet, wenn er mit Erdgas fährt.

Beim ersten Kennenlernen hatten wir den Eindruck, dass dieses Auto rundum reifer und erwachsener geworden ist und mit seiner neuen Optik auch bei uns gut ankommen könnte.

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