Schule : Servolenkung elektrisch?

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Spätestens beim Einparken spürt man, wie hilfreich eine Servolenkung ist. Denn wenn man das Lenkrad ohne Servounterstützung drehen muss, verlangt das einen erheblichen Kraftaufwand. Der wird drastisch verringert, wenn die reine Muskelkraft durch eine zweite Kraft unterstützt wird – eine Hilfskraft. Deshalb sprechen Fachleute auch von Hilfskraftlenkung.

Wo kommt diese Hilfskraft her? Nun bei klassischen Servolenkungen in Personenwagen von einer Ölpumpe, die vom Motor angetrieben wird und Hydrauliköl auf Druck bringt. Wird die Servolenkung aktiv, wird die Hilfskraft per Öldruck auf Lenkzylinder im Lenkgetriebe übertragen, die den Öldruck wieder in mechanische Kraft umwandeln.

Das hat aber einen Haken. Denn die Pumpe, die den Öldruck erzeugt, muss ständig laufen. Das bedeutet, dass dem Motor ständig Energie entzogen wird – also auch dann, wenn die Servolenkung nicht aktiv ist, was für die meiste Zeit während der Fahrt gilt. Das aber ist Energieverschwendung.

Die kann man vermeiden, indem man für die Lenkkraftunterstützung kleine kräftige Elektromotoren einsetzt. Die brauchen Energie nur dann, wenn sie auch aktiviert werden. Gerade bei kleineren Fahrzeugen mit schwächerer Motorisierung senkt eine elektrische Servolenkung den Spritverbrauch messbar – Opel spricht von zwei bis fünf Prozent. Und das sowohl direkt als auch indirekt. Denn hydraulische Servolenkungen sind viel schwerer als kompakte elektrisch betriebene Servolenkungen. Neben Gewicht werden Kosten gespart. Kein Wunder, dass immer mehr Hersteller elektrische Servolenkungen einsetzen. ivd

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