Schule : Sicher durch den Herbst

Elisa Hahn

Noch sind die Blätter grün, doch schon bald färben sie sich wieder in den schönsten Herbstfarben. Für Autofahrer ist das nicht immer nur ein freudiges Ereignis. Denn der Herbst sorgt mit seinen Tücken wie Nässe, Nebel, Wildwechsel oder der früher eintretenden Dunkelheit für erhöhte Unfallgefahr im Straßenverkehr. Viele Unfälle könnten durch adäquates Verhalten vermieden werden. Wichtig ist es daher, dass alle sicherheitsrelevanten Teile am Auto einwandfrei funktionieren. Bevor nun bald die kalten und nassen Tage überwiegen, sollte das Auto noch mal einem Sicherheitscheck unterzogen werden – Autofahrer sollten sich aber auch die wichtigsten Regeln bei Nässe und Nebel ins Gedächtnis rufen. Wir geben deshalb in den kommenden Wochen an dieser Stelle einige Tipps, um sicher durch die dunkle Jahreszeit zu kommen.

Nebel und Geschwindigkeit

Vor allem im Herbst macht der Nebel den Autofahrern das Leben schwer. Schlechte Sicht, zu hohe Geschwindigkeit und zu geringe Sicherheitsabstände führen nicht selten zu Auffahrunfällen und Massenkarambolagen. Bei Nebel gilt: immer das Tempo der Sicht anpassen. Gerd Mylius, Kraftfahrtexperte der TÜV Rheinland Group, rät als Faustregel „Bei einer Sichtweite von weniger als 50 Metern darf man höchstens 50 km/h fahren. Das gilt auch für Fahrten auf der Autobahn.“ Auf keinen Fall dürfte man sich an den Rücklichtern des Vordermanns orientieren, denn so seien Auffahrunfälle vorprogrammiert, warnt er.

Auch der ADAC rät zur Faustformel „Sichtweite ist gleich Sicherheitsabstand.“ Zur Orientierung können die Leitpfosten am Straßenrand dienen. Sie sind auf Autobahnen und Bundesstraßen in einem Abstand von 50 Metern aufgestellt. Sind die Pfosten nicht mehr zu erkennen, kann der Abstand zwischen den Fahrbahnmarkierungen in der Straßenmitte als Richtwert genutzt werden. Er beträgt auf Landstraßen zwölf und auf Autobahnen 18 Meter.

Auch der Scheinwerfergebrauch sollte der Sicht angepasst werden. Gerade erst in der vergangenen Woche hat Verkehrsminister Manfred Stolpe Autofahrer dazu aufgerufen, freiwillig auch tagsüber mit Abblendlicht zu fahren. Damit könne eine große Zahl von Unfällen verhindert werden. Nicht vergessen sollte man, dass bei schlechten Lichtverhältnissen das Abblendlicht tagsüber sogar eingeschaltet sein muss. Zudem empfiehlt es sich bei einer Sicht von weniger als 150 Metern die Nebelscheinwerfer anzuschalten. Die Nebelschlussleuchte hingegen darf erst bei einer Sicht unter 50 Metern verbunden mit Nebel eingeschaltet werden. Auch die zulässige Höchstgeschwindigkeit liegt dann bei 50 km/h. Bei besserer Sicht sollte sie sofort wieder ausgeschaltet werden, da sie andere Verkehrsteilnehmer blenden kann.

Zudem sind auf längeren Fahrten mehr Pausen als gewöhnlich notwendig, da Nebelfahrten höchste Konzentration erfordern und schneller ermüden. Nach Ansicht des ADAC sollten Beifahrer diese erhöhte Konzentration ebenfalls beachten, denn intensive Gespräche bergen ein großes Ablenkungsrisiko. Auch das Einparken bei Nebel sei bei eingeschaltetem Licht, zur eigenen Sicherheit sowie zur Sicherheit anderer Parkplatzbesucher, zu empfehlen.

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