Schule : Sind die Einkäufe im Auto auch gut gesichert?

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An diesem Wochenende feiern wir bereits den ersten Advent in vier Wochen ist Weihnachten. Da wird es langsam Zeit, sich um Weihnachtseinkäufe zu kümmern. So sind viele in diesen Tagen öfter einmal mit dem Auto auf Einkaufstour. Manchen scheint die noch verbleibende Zeit bereits so knapp zu sein, dass sie bereits hektisch werden – beim Fahren ebenso wie beim Beladen ihres Autos. Das kann böse Folgen haben. Denn wer hier und dort kurz einmal anhält und dann so manche Tüte und auch das eine oder andere leichtere oder auch schwere Päckchen schnell auf der Hutablage, der Gepäckraumabdeckung oder einem Sitz ablegt, ahnt oft gar nicht, in welche Gefahr er sich begibt.

Das allerdings erfährt er dann hautnah, wenn er plötzlich unerwartet kräftig auf die Bremse treten muss. Denn die bremst nur das Auto, die irgendwo schnell abgelegten Gegenstände dagegen folgen dem Gesetz der Trägheit und fliegen, da sie nicht abgebremst werden, mit dem ursprünglichen Tempo weiter. Und das kann mehr als unangenehm werden. Denn dann werden aus einem harmlosen Ein-Kilo- Brot, einem etwas schwereren Karton mit scharfen Kanten oder einer Flasche gefährliche Geschosse, die mit hoher Geschwindigkeit nach vorn fliegen, von ihnen getroffene Fahrzeuginsassen erheblich verletzen oder gar die Frontscheibe durchschlagen können. Also: Einkäufe auf jeden Fall in den Kofferraum laden, auch wenn es etwas mehr Mühe macht.

Bei Limousinen ist die größte Gefahr damit gebannt. Anders sieht es bei den beliebten Kombis und Minivans aus. Ihr verlockend großer variabler Laderaum verleitet leicht dazu, nur schnell einmal die Heckklappe zu öffnen und selbst schwere Dinge ohne große Überlegung einfach dort abzustellen, wo freier Platz ist. Das aber kann genau der falsche Ort sein. Denn auch hier droht schon beim nächsten kräftigen Bremsmanöver große Gefahr. Das gilt nicht nur für die Ladung selbst, die dabei schnell zu Bruch gehen kann, sondern leider auch für die Passagiere, auf den Sitzen vor dem Ladeabteil.

So ist es zwar bequem, einen knapp 20 Kilo schweren Getränkekasten einfach hinter der Ladekante abzustellen. Doch das ist zugleich extrem gefährlich. Denn bei einer Gefahrenbremsung fliegt dieser Kasten dann mit der Kraft vieler Zentner nach vorn, prallt auf die Rückbanklehne, drückt diese eventuell nach vorn, wenn sie nicht ausreichend gesichert oder nicht ausreichend stabil ist und bricht den vorn sitzenden Passagieren im Extremfall, etwa einem Auffahrunfall, das Genick – denn bei einem Auffahrunfall mit Tempo 50 hat der nach vorn fliegende Kasten die Gewalt von gut einer Tonne. Gerade erst vor wenigen Monaten haben Crashtests mit beladenen Minivans bestätigt, wie groß solche Gefahren sind.

Damit Ladegut bei scharfen Bremsmanövern, schneller Kurvenfahrt oder Unfällen nicht so stark beschleunigt werden kann, sollte esso nah wie möglich an die sicher eingerastete Rückbanklehne gerückt werden. Muss man mehrere Gepäckstücke verstauen, dann sollten die stets aneinander geschoben und Staulücken vermieden werden. Kleinere Einzelteile gehören am besten in Staukisten. Außerdem können auch Spanngurte, Netze und Verzurrösen dazu beitragen, die Ladung zu sichern. ivd

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