Schule : Smart testet in London Elektromodelle

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Dort, wo beim normalen Smart fortwo der Einfüllstutzen für Benzin oder Diesel sitzt, hat er eine Buchse für ein Stromkabel: der Smart fortwo ev (electric vehicle). Denn er fährt elektrisch. Bereits im Frühjahr in Genf zeigte Smart Prototypen dieses Autos, dessen erste Kleinserie nun im November als Pilotprojekt in London an den Start gehen wird. Pluspunkte sind sein emissionsfreier und zugleich leiser Antrieb und die gegenüber einem Benziner auf ein Drittel reduzierten Kraftstoffkosten von zwei Eurocent pro Kilometer. Hinzu kommt in London die Befreiung von der Innenstadtmaut von acht Pfund pro Tag. So könnte sich der Elektro-Smart, dessen Batterie allein fast halb so teuer wie das komplette Fahrzeug mit Verbrennungsmotor ist, rechnen.

Smart setzt auf eine so genannte Zebra-Batterie (Natrium-Nickel-Chlorid). Sie wiegt 60 Kilo, passt unter den Boden und speichert 12 kWh. Das erlaubt eine Reichweite von rund 110 km. Die Fahrleistungen sind beim Beschleunigen aus dem Stand auf Tempo 60 denen eines Benziners vergleichbar und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 120 km/h. Zum Aufladen der leeren Batterie sind acht Stunden erforderlich und ihre Lebensdauer liegt bei mindestens 1000 Ladezyklen, was rund 10 Jahren entspricht. 30 kW (41 PS) leistet der Elektromotor, der beim Gaswegnehmen und sanften Bremsen als Generator arbeitet und die Bewegungsenergie in Strom verwandelt. Das Fahren ist denkbar einfach. Denn außer dem Einschalten und der Wahl zwischen vorwärts und rückwärts gibt es für den Fahrer nichts zu schalten.

Das Londoner Projekt ist jedoch nicht das einzige von Smart mit alternativem Antrieb. Das Unternehmen entwickelt auch mehrere Hybridvarianten. Dazu gehören sowohl „mild hybrids“ mit Benzin- und Dieselmotoren, bei denen ein riemengetriebener Starter-Generator die Funktion von Lichtmaschine und Anlasser übernimmt, als auch „full hybrids“. Sie erlauben als Benziner Einsparungen bis zu 15 Prozent. Der Smart fortwo cdi hybrid kommt mit nur noch 2,9 l Diesel/100 km aus. Schließlich hat Smart auch eine Erdgasvariante in der Schublade, deren Unterflurtanks weder Innen- noch Gepäckraum einschränken. ivd

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