Staatssekretär Rackles und das Montgolfier-Gymnasium : Glücksfall für die Senatorin

Bildungsstaatssekretär Mark Rackles hat die Krise am Montgolfier-Gymnasium erfolgreich gelöst. In ähnlichen Fällen sollte die Schulaufsicht viel früher eingreifen.

Susanne Vieth-Entus

Ein Fall – ebenso außergewöhnlich wie exemplarisch: Elf Lehrer melden sich krank, kaum dass die umstrittene Direktorin nach langer Krankheit zurück ist. Empörung bricht sich Bahn über eine verfehlte Personalführung seitens der Schulaufsicht. Der Staatssekretär kommt und präsentiert eine Übergangslösung, um die Lage zu klären. Das war zu Beginn des Schuljahres. Seit Montag ist nun klar: Es wird am Johannisthaler Montgolfier-Gymnasium zum Halbjahr einige Versetzungen geben, auch die Schulleiterin geht. Soweit das Außergewöhnliche. Exemplarisch an dem Fall aber ist, dass das Leitungsproblem so lange ignoriert wurde, bis es nicht mehr weiterging.

Das Geschehen hat aber auch zwei positive Seiten: Erstens wurde der Schulaufsicht vor Augen geführt, dass sie ab einem bestimmten Zeitpunkt mit Wegducken nicht weiterkommt, sondern viel früher Schaden von Schulen abwenden muss. Zweitens wissen Eltern, Lehrer und Schüler jetzt, dass sie mit Mark Rackles einen Bildungs-Staatssekretär haben, der ein gutes Gespür dafür hat, zur richtigen Zeit das Richtige zu tun. Ein Glücksfall - auch für die Senatorin.

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