Schule : Startet auch bei minus 20

Honda mit Spitzenplatz bei Brennstoffzelle

Ingo von Dahlern

Honda FCX? Nie gehört, wird das so gut wie jeder sagen. Denn dahinter verbirgt sich kein normales Serienauto. Das Kürzel steht für Hondas Brennstoffzellenauto. Denn nicht nur die großen europäischen und amerikanischen Autoproduzenten sind auf diesem Gebiet aktiv, sondern auch die großen Unternehmen aus Fernost.

Mit dem FCX der zweiten Generation hat Honda, neben Toyota der zweite unabhängige Autohersteller in Japan, sogar eines der modernsten Brennstoffzellenautos auf die Räder gestellt. Dessen neueste Version wurde erst jüngst in den USA für den kommerziellen Einsatz zertifiziert – von der United States Environmental Protection Agency (USEPA) mit dem niedrigsten Emissionsrating der USA ebenso wie vom California Air Resources Board (CARB) als Nullemissionsfahrzeug.

Bereits in den 80ern begann Honda mit Entwicklungen zur Brennstoffzelle und seit 1999 werden solche Fahrzeuge in Japan und auch in den USA in Straßentests erprobt. Erst in diesem Jahr wurden je zwei FCX an die Stadt San Francisco und den South Coast Air Quality Management District ausgeliefert, fünf weitere sind bereits seit 2002 in Los Angeles im Einsatz – dem weltweit ersten kommerziellen für Brennstoffzellenfahrzeuge.

Bemerkenswert beim neuesten FCX ist, dass die Brennstoffzelleneinheit, das so genannte Stack, eine Eigenentwicklung von Honda ist. Und hier ist es den Japanern bereits im vergangenen Jahr gelungen, diese Technik auch tauglich für den Einsatz bei tiefen Temperaturen zu machen, wo viele Entwickler derzeit noch große Probleme haben.

Denn Hondas Brennstoffzellenstack erlaubt ein Starten und Fahren des Fahrzeugs bei bis zu minus 20 Grad. Deshalb wird das Unternehmen neben den bereits in Kalifornien laufenden Fahrzeugen künftig auch einen FCX der neuesten Generation im Nordosten der USA einsetzen, wo er seine Wintertauglichkeit beweisen soll.

Die neueste Version des Honda FCX gehört zu den modernsten Brennstoffzellenfahrzeugen weltweit. Dabei ist es Honda gelungen, die Brennstoffzelle weiter zu vereinfachen und damit mit nur noch der Hälfte der früher benötigten Bauteile auszukommen. Außerdem konnte die Leistung des FCX um ein Drittel gesteigert und die Reichweite um 14 Prozent vergrößert werden. 86 kW leistet das Brennstoffzellenstack des FCX, das mit auf 345 bar komprimiertem Wasserstoff betrieben wird, von dem der Tank an Bord knapp 157 l aufnimmt. Angetrieben von einem 80 kW (107 PS) leistenden Wechselstrom-Synchronmotor ist der Viersitzer bis zu 150 km/h schnell und hat eine Reichweite von inzwischen 300 km.

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