Schule : Trio Transportable

Fiat Scudo, Citroen Jumpy, Peugeot Expert Drei Typen auf einer gemeinsamen Basis – jetzt größer, tragfähiger und vielseitiger

Ingo von Dahlern

An den Namen Fiat Scudo, Citroen Jumpy und Peugeot Expert ändert sich nichts. Doch die in diesen Tagen in die Verkaufsräume gerollten kompakten Transporter sind rundum neu. Denn das im französischen Valenciennes bei Sevelnord seit 1995 in knapp einer Million Exemplaren gebaute Trio hat soeben den Sprung in die zweite Generation vollzogen.

Bereits die erste Generation schuf eine ganz neue Transporterklasse. Denn da ihre technische Basis die ebenfalls in Valenciennes gebauten Großraumlimousinen Fiat Ulysse, Lancia Phedra, Peugeot 807 und Citroen C9 waren, überzeugten die neuen Transporter in der 800-Kilo-Klasse durch ausgeprägten Pkw-Komfort und ein hohes Sicherheitsniveau.

Das alles gilt auch für die neue Generation. Die punktet nun neben einer neuen Optik, bei der Stardesigner Pininfarina Hand angelegt hat, mit ein paar für Nutzfahrzeuge ganz entscheidenden Verbesserungen. Da wäre erstens das auf nun 5,0 bis 7,0 Kubikmeter gewachsene Laderaumvolumen und zweitens die auf nun 1000 und 1200 Kilogramm gewachsene Nutzlast. Hinzu kommen erheblich mehr Varianten, die es erlauben, bei Scudo und Co. ein Modell zu finden, das den individuellen Transportbedürfnissen angepasst ist.

Möglich wurde all das durch die Erweiterung des Angebots auf nun zwei Radstände von 3,00 und 3,12 Meter, zwei Höhen von 1,98 und 2,29 Meter und zwei Aufbaulängen von 4,80 und 5,13 Meter. So gibt es zum Beispiel den Kastenwagen jetzt als kurze Version mit flachem Dach und 5,0 Kubikmeter Ladevolumen, als lange und flache Version mit 6,0 und als lange und hohe Variante mit 7,0 Kubikmeter. Bei Laderaumlängen bis zu 2,88 Meter lassen sich in den kleinen Transportern auch problemlos Euro-Paletten unterbringen. Und neu im Angebot ist eine Luftfederung für die Hinterachse, mit der sich nicht nur die Ladekante absenken, sondern auch das Fahrzeugniveau konstant halten lässt. Neben dem geschlossenen Kasten gibt es einen verglasten Kasten, einen fünf- bis sechssitzigen Kombi, einen 8- bis 9-sitzigen Kombi und ein Fahrgestell für individuelle Aufbauten. Die Kombis eignen sich nicht nur zur Personenbeförderung im gewerblichen Einsatz, sondern sind als preiswerte Minivans eine Alternative zu den klassischen Großraumlimousinen, auf deren Basis sie entwickelt wurden. Peugeot hat sogar einen eigenen Namen für diese Pkw-Variante: Expert Tepee.

Ob Peugeot Expert, Citroen Jumpy oder Fiat Scudo – bei Optik, Ausstattung und Technik sind die drei Mitglieder des Lasten-Trios bis auf wenige markenspezifische Designdetails identisch. Nur bei den Motoren gibt es ein paar Unterschiede zwischen den beiden PSA-Versionen und dem Fiat-Modell. Das setzt ausschließlich auf drei moderne Turbodiesel mit 1,6 l (90 PS) sowie 2,0 l (120 bzw. 136 PS, letzterer mit Partikelfilter). Die PSA-Versionen haben neben drei Dieseln mit 1,6 l (90 PS) und 2,0 l (120 bzw. 140 PS, letzterer mit Partikelfilter) wahlweise auch einen 2,0-l-Benziner mit 140 PS unter der Haube.

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