UDK : Hochschule befragt Absolventen zur Qualitätssicherung

Die Universität der Künste Berlin befragt ihre Absolventen nach der Qualität ihrer Lehrveranstaltungen. Nicht nur die Professoren und Dozenten profitieren davon.

Leonie Schima

Wie gut ist die Lehre an der Universität der Künste Berlin (UdK)? Dafür gibt es nun schon zum dritten Mal eine Absolventenbefragung. Insgesamt füllten 242 ehemalige Studenten fleißig die Online-Fragebögen mit mehr als 60 Fragen aus. Der dritte Durchlauf der Absolventenstudie an der UdK Berlin ist gerade in Bearbeitung. Die Fragen handeln von Studienbedingungen sowie Didaktik und sollen so ein möglichst detailliertes Bild der Lehre wiedergeben.

Bei der letzten Befragung ergab sich für die UdK ein zufriedenstellendes Ergebnis. Zwei Drittel waren mit ihrem Studium „zufrieden“ oder „sehr zufrieden“. Gut 70 Prozent würden ein Studium an dieser Uni wieder wählen.

Die Internetseite der Hochschule weist darauf hin, dass das Ausfüllen des Fragebogens Zeit und Mühe kostet, auf die Mithilfe sei man aber angewiesen. Denn dieses Dokument gibt nicht nur den ehemaligen Studenten eine Chance, ihre Ausbildung und Studienerfahrungen zu reflektieren, sondern auch der UdK die Möglichkeit, die Meinung von Studenten in ihr Qualitätsmanagement dauerhaft mit einzubeziehen.  

Die Hochschule setzt sich intensiv mit den Erfahrungen und Meinungen der Studenten auseinander und so können nachfolgende Generationen davon direkt profitieren.

Das Qualitätsmanagement an Hochschulen wird immer wichtiger. Man unterteilt dabei in Qualitätssicherung (QS) und Qualitätsentwicklung (QE). Eine Art der Qualitätsentwicklung ist die Absolventenbefragung per Fragebogen.

An der UdK selbst gibt es das Zentralinstitutfür Weiterbildung, welches auch von Musik- und Kunstlehrernwahrgenommen wird, um ihre Unterrichtsart aufzufrischen. „Es gibt keinen Zwang Fortbildungen zu besuchen, aber die Möglichkeit besteht hier für jeden“, erläutert Claudia Assmann, Leiterin der Pressestelle der UdK,und verweist auf das Engagement der Professoren und Lehrer an ihrer Hochschule. Auch die zahlreichen Gremien bieten einen weiteren Weg, um die Qualität in der Lehre und die in der internen Zusammenarbeit zu steigern.

Besonders freut sie sich über den Generationswechsel, der hier im Moment stattfindet. Die Arbeit mit jungen und motivierten Professoren macht Claudia Assmann besonders viel Spaß und trägt wie viele andere Facetten dazu bei, die Qualität  an der Universität der Künste hoch zu halten.

Wenn all diese Maßnahmen aufgehen, dann erhält man, so wie die UdK von ihren Ehemaligen, ein zufriedenes und überwiegend positives Feedback. Die Ergebnisse von Qualitätsmanagementmaßnahmen spiegeln sich aber nicht nur in der Absolventenbefragung wieder. Beim CHE Hochschulranking der Zeit gehört die UdK immer wieder zu den Spitzenreitern. Auch das sei auf die Besonderheiten der Kunsthochschule zurückzuführen, so Assmann. Auf die Meinung der Studenten wird Wert gelegt und der besonders enge Bezug von Student und Professor sei dabei maßgeblich.

 

Weitere Informationen unter http://www.udk-berlin.de/sites/absolventenbefragung/content/index_ger.html

Dieser Text entstand im Rahmen der Tagesspiegel-Schülerakademie.

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