Unterricht fällt aus : Lehrer streiken am 5. April

Um „fünf vor zwölf“ wollen die Lehrkräfte am 5. April ihren Unterricht beenden, um sich eine Stunde später zu einer Demonstration an der Friedrichstraße zu versammeln. Die Bildungsgewerkschaft GEW fordert ältere Lehrer stärker zu entlasten.

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Am fünften April wird wohl an vielen Berliner Schulen Unterricht ausfallen: Die Bildungsgewerkschaft GEW droht mit Streik. Um „fünf vor zwölf“, so auch das Motto des Streiks, wollen die Lehrkräfte ihren Unterricht beenden, um sich eine Stunde später zu einer Demonstration an der Friedrichstraße zu versammeln. „Wir gehen von mehr als 2000 Teilnehmern aus“, sagte GEW-Chefin Rose-Marie Seggelke – quer durch alle Schularten.

Die Gewerkschaft fordert, ältere Lehrer stärker zu entlasten. Dazu sollen etwa die Altersteilzeit wieder eingeführt werden und die Möglichkeit, sogenannte Arbeitszeitkontentage nicht nur blockweise vor dem Ruhestand, sondern bereits vorher stundenweise nehmen zu können.

Strittig ist die Frage, ob Lehrer überhaupt streiken dürfen: Für angestellte Lehrer sei es jedenfalls kein Problem, sagte Seggelke. Und unter den verbeamteten Lehrern würden viele ältere notfalls „keine Konsequenzen scheuen“. Aus der Senatsbildungsverwaltung hieß es, ein Streik von Lehrkräften sei „rechtswidrig“ – Streikende müssten mit Abmahnungen oder disziplinarischen Maßnahmen rechnen. Die Verwaltung werde allerdings prüfen, ob flexiblere Arbeitszeitkonten möglich wären.

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