Vertretungslehrer in Berlin : GEW will Abschaffung des PKB-Systems

DAS PKB-SYSTEM

Seit fünf Jahren können Berliner Schulen ihren Vertretungsunterricht selbstständig organisieren. Kurzfristige Vertretungen werden in der Regel schulintern gelöst; wenn ein Lehrer länger ausfällt, können über die sogenannte Personalkostenbudgetierung Vertretungslehrer (PKB-Kräfte) angestellt werden. Dafür bekommt jede Schule zusätzlich drei Prozent ihres regulären Unterrichtbudgets. 2012 nahmen 98 Prozent aller Schulen an diesem System teil.

BEFRISTETE VERTRÄGE

Mit Beginn der Sommerferien enden für viele Vertretungslehrer die befristeten Verträge, obwohl eine Verlängerung möglich wäre, wenn der Bedarf schon absehbar ist. Die Praxis variiert stark, je nach Schule und Bezirk.

WAS DIE GEW FORDERT

Vertretungslehrer, die bereits unterrichten, sollen sich berufsbegleitend nachqualifizieren können, wie das in den Mangelfächern Mathe, Physik, Chemie bereits möglich ist, fordert die GEW. Zudem sollte das PKB-System abgeschafft und dafür den Schulen für Vertretungsunterricht zehn statt drei Prozent des Budgets zur Verfügung gestellt werden. kal

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