Schule : Viel Platz im „Combi“-Heck

Schon im Januar trifft der Kombi des Octavia bei den Händlern ein

Ingo von Dahlern

Bereits als Limousine kann er mit seiner Linie überzeugen – der Skoda Octavia der zweiten Generation. Und so überrascht es kaum, dass auch der Octavia Combi, der im Januar zu den Händlern kommt, nicht weniger attraktiv ist. Und das gilt nicht allein für die Optik. Denn auch unterm Karosserieblech und im Innenraum zeigt die in diesen Tagen vorgestellte Kombiversion, bei deren Schreibweise Skoda dem großen „C“ treu bleibt, dass sie in jeder Beziehung ein hochwertiges Auto ist. Das gilt für die hier eingesetzten Materialien ebenso wie für deren ordentliche Verarbeitung. Und wie schon bei der Limousine, so lässt auch beim Combi die Ausstattung nur wenige Wünsche offen.

Doch bei aller Ähnlichkeit sind Limousine und Combi in einem ganz entscheidenden Punkt grundverschiedene Autos. Denn beim Combi spielt der Nutzwert eine besonders wichtige Rolle. Und der steckt in dem beachtlichen Volumen, das sich unter dem Kombiheck verbirgt. Immerhin fasst der bei einer Grundfläche von 1,23 mal 1,14 Meter 580 Liter. Und wenn man die Rückbank umlegt, werden daraus bis zu 1620 Liter. Das bedeutet viel Platz nicht nur für großes Gepäck, sondern vor allem auch für sperriges Hobby- und Sportgerät. Nicht weniger wichtig als der Platz ist die Zuladung. Die liegt je nach Ausstattung zwischen 470 und 660 Kilogramm – kurzum man kann den Laderaum auch ordentlich nutzen. Und beim Be- und Entladen hilft, dass die Heckklappe elektromechanisch bis zu einer Höhe von 1,86 Meter nach oben schwingt und die Ladekante mit 67 Zentimeter nun zwei Zentimeter tiefer liegt. Beim Schließen der Heckklappe hilft eine lange Griffschlaufe.

Übrigens empfiehlt sich der Skoda Octavia Combi nicht nur als Lademeister. Denn er ist auch kraftvolles Zugfahrzeug. So darf er gebremst bis zu 1200 Kilogramm an den Haken nehmen.

Sechs Motoren stehen für den neuen Octavia Combi zur Wahl. Alle stammen, wie schon die Aggregate der Limousine, aus dem VW-Motorenregal. Von den vier Benzinern sind zwei Direkteinspritzer, also so genannte FSI-Motoren. Bei den Dieseln setzt Skoda auf die für VW so typische Pumpe-Düse-Technik. Während der kleinere 1.9 TDI 77 kW (105 PS) leistet, bringt es der große 2.0 TDI auf 103 kW (140 PS).

Die Leistungsbreite der vier Benziner reicht vom 1.4 mit 55 kW (75 PS) über den 1.6 mit 75 kW (102 PS) und den 1.6 FSI mit 85 kW (116 PS) bis zum 2.0 FSI mit 110 kW (150 PS). Alle sechs Motoren unterbieten die scharfen Anforderungen der Abgasnorm EU4. Neben dem als Serienausstattung angebotenen Fünfganggetriebe gibt es für den 1.9 TDI das innovative und immer noch revolutionäre Direktschaltgetriebe DSG – ein automatisiertes Sechsgang-Schaltgetriebe, das auch unter Last absolut ruckfreie Gangwechsel erlaubt. Es verbindet die Vorteile eines Schaltgetriebes mit denen einer modernen Automatik.

Mit dem DSG zeigt sich der neue Skoda Octavia Combi ausgesprochen agil. So reichen dem Turbodiesel für den Spurt auf Tempo 100 nur 12,3 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 189 km/h. Recht bescheiden trotz solcher Fahrleistungen ist der Durchschnittsverbrauch von 6,0 l/100 km.

Zum Fahrwerk des neuen Octavia Combi muss man keine großen Worte machen. Denn es entspricht dem so dynamischen und fahrsicheren Fahrwerk der Limousine. Guten Straßenkontakt vermittelt die leichtgängige und recht direkte elektromechanische Servolenkung. Und die McPherson-Vorderachse sowie die Vierlenker-Einzelradaufhängung hinten tragen entscheidend dazu bei, dass der neue Octavia Combi auch beim flotten Umrunden von Kurven viel Fahrfreude bereiten kann.

Skoda bietet den neuen Octavia Combi in drei Ausstattungsversionen an: Classic, Ambiente und Elegance. Serienausstattung bei allen Modellen sind Fahrer- und Beifahrerairbag, ABS, EBV, Bremsassistent, Motor-Schleppmoment-Regelung und ASR. ESP kostet beim Classic 300 Euro Aufschlag. Grundsätzlich nur gegen einen Aufpreis von 50 Euro gibt es TPM – das Tyre Pressure Monitoring-System, das den Reifendruck überwacht.

Ein wichtiger Kaufgrund für den Skoda Octavia ist dessen überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis. So beginnt die Preisliste bei 16 740 Euro für das Einstiegsmodell Combi 1.6 Classic – und das ist schon eine Menge Auto fürs Geld.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben