VOM GUT ZUR SCHULE : Ein Berliner kehrt zu seinen Wurzeln zurück

DIE CHRONIK



Das Gut entstand 1836 durch Verpachtung durch die Stadt Spandau an den Rittmeister Ludwig von Klitzing. Danach wechselnde Besitzer. 1860 erhielt das Anwesen den Namen „Amalienhof“ nach der Frau des damaligen Gutsbesitzers. Verschiedene Ausbauphasen folgten. 1955 kaufte das Land Berlin den Amalienhof, der seit 1961 als Schullandheim diente. 1998 folgte die Nutzung als private internationale Schule. März 2007 Insolvenz.

DAS PROJEKT

Im April 2007 entschied Peter Zühlsdorff, das Schulprojekt vor dem Ruin zu bewahren. Er gründete die „International School Villa Amalienhof“ als gemeinnützige GmbH und investierte bereits eine Million Euro. Die Einrichtung beginnt mit dem Kindergarten und führt als sogenannte Ergänzungsschule zum Advanced-Level, dem britischen Abitur. Die Ganztagskita kostet pro Jahr 5700 €, in Klasse 1 bis 13 sind es 9120 bis 11 400 €.

DER NEUE EIGENTÜMER

Peter Zühlsdorff, 67, gehörte zu den einflussreichsten Managern Deutschlands. Er war Vorstandsvorsitzender der Wella AG und in leitenden Funktionen u.a. bei Tengelmann und bei der Duales System Deutschland AG (DSD). 2003/04 wurde er auf Wunsch der Bundesregierung Geschäftsführer der Leipziger Olympia-Bewerbungs GmbH. Zühlsdorff ist gebürtiger Berliner, ging mit 16 zur See und machte dann eine Ausbildung zum Kaufmann. sve

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