Vormarsch der freien Schulen : Wachsende Vielfalt im Klassenzimmer

Eltern von Grundschülern haben in Berlin immer mehr Auswahlmöglichkeiten. Freie Schulen sind im Vormarsch, doch auch die staatlichen Grundschulen bieten mehr und mehr eigenständige Profile an.

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FREIE SCHULEN

Zurzeit gibt es in Berlin rund 60 freie Grundschulen. Sie werden bereits von etwa zehn Prozent aller Erst- bis Sechstklässler besucht. Bundesweit beträgt dieser Anteil nur fünf Prozent. Zu den „Freien“ gehören zwölf evangelische, zehn katholische, zwei jüdische Schulen sowie elf Waldorfschulen. Alle weiteren arbeiten nach der Montessoripädagogik oder sind Alternativschulen wie die Freie Schule am Mauerpark, internationale und bilinguale Schulen.

DIE KONZEPTE

Die freien Schulen streben nach eigenen Angaben mehr selbstbestimmtes Lernen an. Dem kindlichen Forschungsdrang soll mehr Raum gegeben werden. Montessori- und Waldorfschulen bieten zudem Eingangsstufen an, in denen die erst fünfjährigen Erstklässler differenzierter gefördert werden. Dies vermittelt Eltern den Eindruck, dass man ihre Kinder weniger überfordert und mehr Rücksicht auf deren Bedürfnisse nimmt. Manche staatlichen Grundschulen reagieren darauf mit eigenen Reformansätzen. So hat die Nürtingen-Grundschule in Kreuzberg auf Montessoripädagogik umgestellt. Dadurch erwarb sie sich über ihren Kiez hinaus einen guten Namen.

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