Schule : Was am Dieselkraftstoff anders ist

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Die Kraftstoffe für Otto und für Dieselmotoren stammen fast ausschließlich aus derselben Quelle, aus Rohöl, einem Gemenge Hunderter von Kohlenwasserstoffen. In der Raffinerie werden die Bestandteile mit Hilfe der „fraktionierenden Destillation“ voneinander getrennt – sprich: „abgekocht“: Bereits bei Temperaturen von 40 Grad beginnt Petroläther, ultraleichtes Reinigungsbenzin, zu verdampfen. Zwischen 60 und 100 Grad folgt das Leicht- und bei 100 bis 210 Grad das Schwerbenzin. Beide bilden die Grundlage für Ottokraftstoffe.

Von 150 Grad an geht Petroleum in Dampf über. Das wird für Beleuchtungsmittel und als Treibstoff für Flugzeuge genutzt. Die Dieselkraftstoffe („Gasöl“) trennen sich bei 250 bis 350 Grad ab. Danach folgen die Schmieröle, übrig bleiben Schweröle (für Schiffsdiesel) und Bitumen für den Straßenbau.

Die Qualität von Ottokraftstoffen, seine Klopffestigkeit, bemisst sich nach der Oktanzahl. Bei Dieselkraftstoffen hingegen geht es um die Zündwilligkeit, Maßstab ist hier die Cetanzahl. Diesel ist unter anderem günstiger, weil die Mineralölsteuer darauf geringer ist. Sie beträgt 47 Cent pro Liter gegenüber 65 Cent bei Benzin. gih

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