Schule : Was den Otto- vom Dieselmotor unterscheidet

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Als Nikolaus Otto 1867 den Verbrennungsmotor erfand, war dieser noch nicht für Autos verwendbar. Erst die „Standuhr“ von Gottlieb Daimler, im Jahr 1883 patentiert, war so klein, dass man sie in ein selbstfahrendes Vehikel setzen konnte. Das Prinzip des Benzin oder Ottomotors ist die Fremdzündung. Der Kraftstoff darf sich im Brennraum nicht von allein entzünden. Dies war ein großes Anfangsproblem, das erst mit der Magnetzündung von Robert Bosch 1905 richtig behoben wurde.

Heute werden Ottomotoren per Computer gesteuert. Sonden ermitteln alle notwendigen Daten wie etwa die Außen- und die Motortemperatur sowie die Arbeit des Katalysators. Im Computer sind „Kennfelder“ programmiert, die die Kraftstoffzufuhr und die Zündung auf das mögliche Optimum der Verbrennung einregeln.

Der Dieselmotor hingegen (Erfindung von Rudolf Diesel 1892) ist ein Selbstzünder. Wird der Kraftstoff zum richtigen Zeitpunkt in den Brennraum gespritzt, entflammt er selbsttätig. Ins Rollen kam Diesels Motor erst spät. Erst Prosper l’Orange verbesserte den Motor durch Vorkammern im Zylinderkopf (Patent 1919). Dorthinein wird der Kraftstoff eingespritzt, er verwirbelt mit der Luft und gelangt dann als zündende Flamme in den eigentlichen Zylinder. Ursprünglich konnten damit aber auch nur Lastwagen ausgestattet werden, in den Pkw-Bereich wurde der Dieselmotor erst Mitte der 30er Jahre übernommen.

Mit den heutigen Regelungstechniken und Pumpen ist es möglich, auf die Vorkammer zu verzichten (Direkteinspritzer). So wurde der Diesel leistungsfähiger und sauberer. gih

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