Schule : Was heißt OBD?

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OBD steht für „OnBoard-Diagnose“. Darunter versteht man die permanente Selbstüberwachung aller Systeme im und um den Motor, die für die Einhaltung der Emissionsvorschriften verantwortlich sind – wie Motorsteuerung, Abgasrückführung, Sekundärlufteinblasung, Lambdasonden und Katalysatoren. Bei Fehlfunktionen werden die entsprechenden Daten in einem Fehlerspeicher abgelegt. Eine Kontrollanzeige im Armaturenbrett zeigt, dass es Probleme gegeben hat und die Werkstatt kann die Fehlerdaten mit ihren Diagnosegeräten auslesen.

In der Anfangsphase konnten das nur Fachwerkstätten. Denn die Schnittstelle zum Diagnosegerät war nicht genormt und herstellerspezifisch ausgelegt. Pannenhelfer und freie Werkstätten hatten deshalb keine Chance, Fehlerursachen auszulesen. Das hat sich im Rahmen der so genannten OBD II, wie sie im vergangenen Jahrzehnt in den USA vorgeschrieben wurde, radikal verändert. Denn zur Überwachung aller abgasrelevanten Systeme wurde inzwischen auch in Europa im Rahmen einer E(uro) OBD, die der für die USA entwickelten OBD II entspricht, eine standardisierte Schnittstelle geschaffen. So können über den in jedem seit 2001 gebauten Fahrzeug vorhandenen standardisierten 16-poligen Stecker Fehler nun ohne Kenntnisse spezieller Codes mit einem Universalprüfgerät ausgelesen werden. Damit ist jede Werkstatt in ganz Europa in der Lage, Fehler am Abgassystem zu erkennen und das System zu warten oder auch zu reparieren. Das gilt auch für Pannenhelfer, wenn sie mit einem Diagnosegerät und der nötigen Software auf einem Laptop ausgestattet sind. ivd

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