Schule : Was ist Bi–Xenonlicht?

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Man erkennt sie an ihrem meist ein wenig bläulichen Licht – Autos mit so genannten XenonScheinwerfern. Deren Lichtquelle ist keine Glühlampe, sondern eine Gasentladungslampe, in der ein kleiner Lichtbogen gezündet wird, der ein besonders helles Licht mit einer dem Tageslicht ähnlichen Zusammensetzung liefert. Zum Zünden des Lichtbogens benötigen sie Hochspannung zwischen 10 und 20 Kilovolt, die ein elektronisches Vorschaltgerät liefert. Gasentladungslampen strahlen weiter und heller als herkömmliche Scheinwerfer. Das Abblendlicht leuchtet die Fahrbahnränder schärfer und breiter aus und das Fernlicht hat eine erheblich größere Reichweite.

Bi-Xenon-Scheinwerfer sind eine spezielle Bauart, bei der Abblend- und Fernlicht von nur einer Gasentladungslampe erzeugt werden. Dabei steht für das Fernlicht der gesamte Lichtstrom zur Verfügung. Seine Leuchtkraft wird durch einen Halogen-Lichtspot verstärkt, der die Sicht nach vorn verlängert und auch die Lichthupenfunktion übernimmt. Um Abblendlicht zu erhalten, wird eine Blende zwischen Lampe und Linse geschoben. Dadurch leuchtet es breiter und Objekte an den Fahrbahnrändern sind früher zu erkennen. Im Vergleich zu H7-Glühlampen bieten Bi-Xenon-Scheinwerfer bei Abblendlicht bis zu 87 Prozent mehr und bei Fernlicht bis zu 180 Prozent mehr Leuchtstärke. So werden Nachtfahrten noch sicherer. Eine dynamische, sensorgesteuerte Leuchtweitenregulierung gleicht Lageveränderungen des Fahrzeugs beim Bremsen, Beschleunigen oder durch Zuladung automatisch aus, so dass eine Blendung des Gegenverkehrs weitestgehend vermieden wird. ivd

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